Halloween rückt immer näher – und wir kommen langsam in Grusellaune! Doch die Mutigen unter euch wollen den Nervenkitzel nicht nur auf der Kinoleinwand oder dem Bildschirm erleben, sondern hautnah. Dafür ist Berlin genau die richtige Stadt! Kaum eine andere Metropole hat eine so bewegte und geheimnisvolle Geschichte – kein Wunder also, dass es hier zahlreiche Orte und sogenannte Lost Places gibt, an denen es spuken soll. Wir sind den Gerüchten auf den Grund gegangen und haben einige der schaurigsten, aber auch faszinierendsten Geschichten der Stadt für euch zusammengetragen!
Berlins „Zombie-Hospital“

Das ehemalige Kinderkrankenhaus Weißensee zählt heute zu den gruseligsten Orten Berlins. Die verfallenen Gebäude, eingeschlagenen Fenster und düstere Stille verleihen dem einst fortschrittlichen Krankenhaus eine gespenstische Atmosphäre. Wegen zahlreicher Legenden über Geistererscheinungen ist es längst als „Zombie-Hospital“ bekannt und ein beliebtes Ziel für Urban Explorer. Obwohl das Betreten verboten und gefährlich ist, zieht der Ort Neugierige an, die den morbiden Charme dieses Lost Places hautnah erleben wollen. Die ganze Geschichte dieses Lost Place findet ihr hier!
Die Geisterbahn

Seit 45 Jahren liegt die Siemensbahn in Berlin still – eine verlassene Hochbahnstrecke, die heute wie ein Relikt aus einer anderen Zeit wirkt. Zwischen überwucherten Gleisen, verrosteten Brücken und zerfallenen Bahnhöfen herrscht eine gespenstische Stille, die dem Ort seinen Beinamen als „Geisterbahn“ eingebracht hat. Wo einst im 5-Minuten-Takt Züge fuhren und Tausende pendelten, ist nun nur noch das Echo vergangener Tage zu spüren. Trotz ihres Verfalls übt die denkmalgeschützte Strecke eine unheimliche Faszination auf Urban Explorer und Neugierige aus, die sich in die verlassene Welt aus Stahl und Schatten wagen. Doch Vorsicht – der Zugang ist gefährlich, und die bröckelnden Überreste erinnern daran, dass dieser Lost Place besser aus sicherer Entfernung bestaunt wird. Neugierig geworden? Dann lest hier weiter!
Spuk im Kloster

Das ehemalige Franziskanerkloster in Mitte gilt als einer der heimgesuchtesten Orte der Hauptstadt und gleichzeitig als eines der ältesten Gebäude der Stadt. Gegründet wurde das Ordenshaus nämlich schon um 1249. Damit ist nur das benachbarte Nikolaiviertel älter!
Heute sind vom ehemals stolzen Sakralbau nur noch wenige Gemäuer erhalten. Die fallen einer Legende zufolge seit Jahrhunderten dem Spuk des Mönchs Roderich zum Opfer. Der war einst Teil des hier lebenden Franziskanerorders und galt als grausamer Mensch. So soll er seinen Sohn im Keller des Klosters einmauern haben lassen und den Tod zweier Tempelritter in Auftrag gegeben haben. Seitdem –so sagt man– kann man bei Nacht das Wehklagen des grausamen Mönchs aus den Tiefen des Klosterkellers vernehmen. Die ganze Geschichte könnt ihr hier lesen.
Dunkle Alchemie

Die Pfaueninsel ist eigentlich als bezauberndes Naturparadies bekannt und blickt auf eine reiche Geschichte zurück, die auch mit einem rätselhaften Alchimisten verbunden ist. Der lebte hier im 17. Jahrhundert und experimentierte mit Feuer, Glas und Elixieren. Düstere Rauchschwaden und beißende Gerüche ließen jedoch schnell die Vermutung von schwarzer Magie aufkommen und nach einem verheerenden Feuer brannte das Labor des Alchimisten vollständig ab. Sein Geist, so sagt man, bewegt sich aber noch immer als Schatten über die sonst idyllische Insel.
Spuk im Schloss Tegel

Die ikonischen weißen Türme des historischen Schlosses sind berlinweit bekannt – und anscheinend Heimat eines Poltergeistes! Von diesem wurde erstmals zum Ende des 17. Jahrhunderts berichtet. Manifestiert habe er sich durch laute Peitschenknalle aus dem Nichts, glühende Steine die auf Bewohner:innen geworfen wurden und Flammenzungen, die in den Hallen des Schlossen urplötzlich aufloderten. Nach seiner langen Schreckensherrschaft soll der Poltergeist plötzlich verschwunden sein. Andere behaupten, der Geist sei bis heute gelegentlich als feurige Gestalt an den Toren des Schlossgeländes zu sichten. Eindeutig ein Fall für die Ghostbusters!
Ruhelose Geister im Grunewald

Der Grunewald ist mit seinem dichten Bewuchs und schattigen Wegen schon von Natur aus ein gruseliges Relikt des einstigen Berliner Ursumpfes. In seinen Tiefen verborgen liegt ein recht kleiner und ausgesprochen idyllischer Friedhof, der im Volksmund als Selbstmörderfriedhof oder Friedhof der Namenlosen bezeichnet wird. Diese sehr ominösen Namen sind der Tatsache geschuldet, dass hier verhäuft Leichen aus der angrenzenden Havel begraben wurden. Auf christlichen Friedhöfen wurde den „Todsündern“ damals noch eine Beerdigung verwehrt, weshalb hier eine unabhängige Ruhestätte entstand. Ruhe sollen viele Seelen hier jedoch trotzdem nicht finden und bei Dunkelheit das Gelände des Friedhofes heimsuchen. So wird regelmäßig von seltsamen Geräuschen und schattenhaften Schemen berichtet, die hier ihr Unwesen treiben. Zuletzt berichtete ein Anwohner, er habe im Sommer 2010 eine dunkle Figur aus den Tiefen der Havel wie Rauch aufsteigen sehen… Mysteriös!
Spuk im Schloss Köpenick

Das schöne Schloss im tiefen Südosten der Hauptstadt erscheint mit seinen barocken Fassaden, als könne es kein Wässerchen trüben. Doch aus der ehemalige Palast des Hohenzollern-Adels ist mit einer haarsträubenden Geschichte verbunden. Ihr zufolge soll hier einst eine junge Adelige gelebt haben, die sich in einen Bürgerlichen verliebte. Ihre Romanze blieb jedoch nicht lange unentdeckt und wurde brutal bestraft: Während er gehängt wurde, soll sie in den Kerker des Schlosses eingemauert worden sein. Seit jeher –so sagt man– sollen die Seelen der unglücklichen Liebenden das Gelände bespuken. Zusammen mit einem schwarzen Hund mit glühenden Augen, der oft auf der Brücke gesichtet wird. Wie genau er sich hierher verirrt hat, ist allerdings nicht bekannt…
Berlins spookiest: Die Beelitz Heilstätten

Ok, ok – alles bisher war schon ziemlich gruselig.Doch die Beelitz-Heilstätten stellen alle anderen Lost Places locker in den Schatten! Ende des 19. Jahrhunderts als Tuberkuloseklinik außerhalb Berlins erbaut, wurden sie während des Ersten und Zweiten Weltkriegs zum Militärkrankenhaus – unter anderem wurde hier auch ein junger Soldat namens Adolf Hitler behandelt. Heute verfallen die Gebäude langsam und strahlen eine unheimliche Faszination aus, die Urban Explorer seit Jahren in ihren Bann zieht. Der Lost
Place ist mittlerweile offiziell zugänglich – dank eines 700 Meter langen Baumkronenpfads, der spektakuläre Ausblicke auf das Gelände bietet. Alle Insights zu den Heilstätten – und welcher weltbekannte Film hier gedreht wurde – erfahrt ihr im ganzen Artikel!