In der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 25. Oktober 2026, endet in Deutschland die Sommerzeit. Um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt, die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr gibt es also zweimal. Für Reisende bedeutet das eine zusätzliche Stunde Schlaf, für die Deutsche Bahn dagegen ein kniffliges Problem.
Fernzüge stehen still an der Zeitumstellung

Der Grund liegt im Fahrplan. Fahrpläne kennen keine doppelte Uhrzeit. Würde ein Zug, der um 5 Uhr am Ziel sein soll, einfach weiterfahren, käme er nach dem Zurückstellen der Uhr schon eine Stunde zu früh an. Deshalb halten Fernzüge, die um diese Zeit unterwegs sind, an einem geeigneten Bahnhof entlang der Strecke und bleiben dort rund eine Stunde stehen. Erst danach geht es planmäßig weiter, sodass die Reisenden ihr Ziel pünktlich erreichen. Die Fahrgäste bleiben dabei im Zug sitzen. Andere Lösungen, etwa spätere Abfahrten, hat die Bahn verworfen.
Anders ist es im Frühjahr. Wenn die Uhren im März eine Stunde vorgestellt werden, fehlt den Zügen rechnerisch eine Stunde, und die Bahn nimmt entsprechende Verspätungen in Kauf. Im Herbst stoppt die Bahn also bewusst, damit am Ende alles stimmt. Insgesamt stellt der Konzern in dieser Nacht rund 120.000 Uhren in Bahnhöfen, Automaten und Diensträumen um.
Die S-Bahn fährt weiter während der Umstellung

Ganz anders verhält sich die S-Bahn. Nachts verkehrende S-Bahnen bleiben während der Zeitumstellung nicht stehen, sondern fahren die doppelte Stunde zweimal. Das ist die allgemeine Regel der Bahn, und sie dürfte auch für die S-Bahn Berlin gelten, die am Wochenende die ganze Nacht über fährt. Dafür sind in dieser Nacht mehr Personal und mehr Fahrzeuge nötig, um den Betrieb reibungslos zu halten.
Eine Ausnahme bildet München, wo die S-Bahnen die zusätzliche Stunde nicht bedienen. Wer in der Nacht zum 25. Oktober mit der S-Bahn unterwegs ist, sollte vorab die Fahrplanauskunft prüfen. Fernreisende dagegen können sich entspannen: Die Zeit steht für sie buchstäblich still.