Im Ortsteil Wesendahl bei Altlandsberg verbirgt sich ein Ausflugsziel, das Natur, Historie und eine kleine Herausforderung verbindet. Nahe der alten Wesendahler Mühle wartet ein klassischer Hecken-Irrgarten darauf, erkundet zu werden.
Wenn ihr für das Irrgarten-Erlebnis nicht ganz so weit fahren wollt, könnt ihr auch mitten in Berlin diese Experience ausprobieren, in der ihr aus einem verzwickten Gefängnis ausbrecht!
Das Labyrinth in Wesendahl ist eigentlich ein Irrgarten: Wo liegt der Unterschied?

Umgangssprachlich werden die Begriffe oft gleichgesetzt, tatsächlich bezeichnen sie jedoch zwei völlig verschiedene Konzepte:
- Das Labyrinth besteht aus einem einzigen, verschlungenen Weg ohne Abzweigungen. Wer ihm folgt, gelangt unweigerlich in die Mitte und auf demselben Weg wieder heraus.
- Der Irrgarten, wie die Anlage in Wesendahl, ist ein Wegenetz mit echten Kreuzungen und bewussten Sackgassen. Verirren, Umkehren und das aktive Suchen des richtigen Weges zur Mitte sind das eigentliche Ziel.
Mit diesem Angeber Fakt ausgerüstet, steht euch nichts mehr im Weg euren Pfad durch den Irrgarten zu bahnen! Nachdem ihr den Irrgarten erkundet habt, nehmt euch doch etwas Zeit, die wunderschöne märkische Umgebung kennenzulernen.
Von der Wesendahler Mühle zum Fängersee

Ein Besuch des Irrgartens lässt sich ideal mit der Erkundung der direkten Nachbarschaft verbinden, die von Wäldern, Wasser und ein wenig Verfall geprägt ist.
- Die Wesendahler Mühle: Die Geschichte dieser Wassermühle am Fredersdorfer Mühlenfließ reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Viele Jahrzehnte lang war das Areal eine bewirtschaftete und äußerst beliebte Ausflugsgaststätte. Seit der endgültigen Schließung im Jahr 2007 steht das Gelände leer und entwickelt sich zunehmend zu einem „Lost Place“.
- Der Fängersee: Direkt südlich der Mühle beginnt das Ufer des Fängersees. Dieser langgezogene, 45 Hektar große und bis zu 8 Meter tiefe Rinnensee ist dicht von Kiefernwäldern umgeben. Im südlichen Bereich wird das Gewässer von weitreichenden Seerosenfeldern gesäumt. Der See wird sowohl von Anglern (Hecht, Schleie, Barsch) als auch von Wanderern geschätzt.
- Wandern und Natur: Am Ostufer des Fängersees verläuft der bekannte 66-Seen-Wanderweg. Auf dem Weg vom Dorf Wesendahl hinunter zur Mühle grasen auf den Koppeln zudem oft die weißen Camargue-Pferde des ansässigen Pferdehofs.
Anreise und praktische Infos
Der Irrgarten lässt sich hervorragend als Start- oder Endpunkt einer See-Umrundung einplanen.
- Auto: Über die B1/B5 in Richtung Osten. Ab der Berliner Stadtgrenze erreicht man Wesendahl in etwa 30 Minuten.
- ÖPNV: Mit der S-Bahn-Linie S5 bis Strausberg, von dort bringt der Bus 926 Ausflügler direkt nach Wesendahl.
📍 Irrgarten Wesendahl (Nähe Wesendahler Mühle), 15345 Altlandsberg
📆 Ganzjährig frei zugänglich (nur bei Tageslicht zu empfehlen)
⏳ Etwa 30 bis 60 Minuten
💵 Kostenlos