Ihr seid Fans davon, mehr im eigenen Land zu entdecken als die von allen bekannten Touriorte? Dann seid ihr bei uns richtig, denn wir haben besondere Tipps, die auch nicht allzuweit von Berlin entfernt sind. Von den höchsten Kreidefelsen Deutschlands, die direkt neben einem der schönsten Inselorte liegt bis hin zu ienem UNESCO-Naturwunder im Harz. Wo eshingeht, liegt bei euch. Damit ihr auch die Qual der Wahl habt, wollen wir euch noch einen beosnderen Tipp liefern, der auch im Harz liegt: Der Blaue See bei Elbingerode gehört zu den außergewöhnlichsten Naturphänomenen im hazr und fasziniert jedes Frühjahr mit seinem intensiv türkisblauen Wasser – allerdings nur für wenige Wochen im Jahr.

Der Blaue See liegt zwischen Rübeland und Hüttenrode nahe Elbingerode im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Eingebettet in den Naturpark Harz ist er von dichten Wäldern und markanten Kalkfelsen umgeben, die die beeindruckende Kulisse des Sees prägen. Entstanden ist der Blaue See nicht auf natürliche Weise, sondern in einem ehemaligen Kalksteinbruch am Garkenholz. Dort wurde ab 1885 Kalkstein abgebaut, der unter anderem zur Herstellung von Branntkalk diente. Nachdem der Steinbruch in den 1950er-Jahren stillgelegt worden war, füllte sich das ehemalige Tagebaurestloch nach und nach mit Quell- und Schmelzwasser.
Seine außergewöhnliche Farbe verdankt der Blaue See einem geologischen Naturphänomen. Mehrere Karstquellen versorgen ihn mit besonders kalkhaltigem Wasser, das große Mengen an Calciumcarbonat enthält. Die feinen Kalkpartikel binden Algen und andere Schwebstoffe, sodass diese auf den Grund sinken. Dadurch bleibt das Wasser außergewöhnlich klar und reflektiert das Sonnenlicht in einem intensiven Türkis- bis Hellblau.
Die berühmte Blaufärbung ist jedoch nicht dauerhaft zu sehen. Zwischen März und Mai zeigt sich der See meist von seiner schönsten Seite und leuchtet besonders intensiv. Im Sommer gelangt weniger Quellwasser in den See, gleichzeitig vermehren sich Algen stärker, wodurch das Wasser zunehmend grünlich erscheint. In trockenen Herbstmonaten kann der See teilweise oder sogar vollständig austrocknen. Im Winter füllt er sich erneut mit Wasser, sodass sich dieser natürliche Kreislauf jedes Jahr wiederholt.

Wer den Blauen See in seiner spektakulärsten Farbe erleben möchte, sollte ihn möglichst zwischen März und Mai besuchen. Doch auch im Sommer, wenn sich das Wasser smaragdgrün färbt, beeindruckt das Naturphänomen mit seiner besonderen Schönheit. Besonders an sonnigen Tagen wirkt das Wasser nahezu karibisch und zeigt seine intensivsten Türkis- und Blautöne.
Obwohl das klare Wasser sehr einladend aussieht, ist das Baden im Blauen See offiziell verboten. Der Grund dafür ist zum einen der Schutz des empfindlichen Geotops, zum anderen stellen die steilen, teilweise instabilen Ufer sowie scharfkantige Felsen unter der Wasseroberfläche ein Sicherheitsrisiko dar.