
Schloss Reichenow ist ein denkmalgeschütztes Herrenhaus im neogotischen Stil, das zwischen 1897 und 1900 im Auftrag von August Freiherr von Eckardstein errichtet wurde. Seine Architektur ist geprägt von typischen neogotischen Elementen wie Zinnen, Türmchen und Loggien sowie einem zweigeschossigen Putzbau auf hohem Granitsockel. Besonders beeindruckend sind die detailreichen Innenräume – etwa das Vestibül und der Salon –, die sich bewusst an englischen Landsitzen der Tudorzeit orientieren. Idyllisch am kleinen Schlosssee im Naturpark Märkische Schweiz gelegen, eignet sich das Anwesen hervorragend für Ausflüge, Spaziergänge sowie Rad- oder Bootstouren. In der DDR-Zeit wurde das Schloss vielfältig genutzt, unter anderem als Schule. Nach 1990 erfolgte die umfassende Sanierung der Anlage, der Wiederaufbau eines Turms (1996/97) und später die Umnutzung als Hotel und Veranstaltungsort.

Heute ist Schloss Reichenow ein Hotel- und Veranstaltungshaus mit vielfältigen Möglichkeiten. Es verfügt über 22 Gästezimmer und Suiten mit komfortabler Ausstattung und Blick auf den See oder den Schlosspark. Die Bandbreite reicht vom klassischen Doppelzimmer bis hin zu großzügigen Suiten mit Himmelbett. Darüber hinaus gibt es ein Schlossrestaurant mit regionaler Küche aus Berlin und Brandenburg sowie eine gemütliche Bar, einen Weinkeller und eine Terrasse, die sowohl Gästen als auch Besuchern offenstehen.
Besonders beeindruckend ist Schloss Reichenow aufgrund seiner märchenhaften Erscheinung, die es auch als beliebte Film- und Serienkulisse etabliert hat. So diente es unter anderem für „Bibi & Tina – Die Serie“ als Drehort und erscheint in der Handlung als „Schloss Falkenstein“, dem Wohnsitz von Graf Falko von Falkenstein – mit Szenen, die direkt auf dem Gelände und im Schlosspark entstanden. Auch in den Kinofilmen der Bibi & Tina-Reihe, insbesondere im dritten und vierten Teil, wurden Aufnahmen im Oderland gedreht, wobei Schloss Reichenow als Kulisse eine Rolle spielte.