Mit dem Bockmond im Juli 2025 fing alles an: Er strahlte so hell wie selten, da er außergewöhnlich nah an der Erde stand. Nach seiner besonderen Erscheinung am Himmelszelt begannen zwei Tage später die jährlichen Perseiden über Berlin. Zunächst waren nur wenige Sternschnuppen zu sehen, da das vom Mond reflektierte Sonnenlicht die Nächte noch hell erleuchtete. Doch je mehr die Mondsichel schrumpft und die Nächte dunkler werden, desto beeindruckender zeigt sich das Schauspiel – bis die Sternschnuppen-Erscheinung in der Nacht am 12. August nun ihr Maximum im Sommer 2025 erreicht.

Egal ob Träumer oder Realist – in dieser Nacht darf sich jeder etwas wünschen, denn das Spektakel am Himmel ist einfach magisch. Die Perseiden, volkstümlich auch „Tränen des Laurentius“ genannt, sind ein jährlich wiederkehrender Meteorstrom, der in der ersten Augusthälfte aktiv ist und in den Tagen um den 12. August sein deutliches Maximum erreicht. Mit ihrer hohen Geschwindigkeit können sie als sogenannte Feuerkugeln sogar die Helligkeit der Venus erreichen.
Die Perseiden sind Bruchstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Kreuzt die Erde einmal im Jahr dessen Umlaufbahn, gelangen winzige Staub- und Gesteinspartikel in unsere Atmosphäre. Diese Teilchen sind oft nicht größer als ein Sandkorn, rasen aber mit bis zu 216.000 km/h auf die Erde zu. Durch ihre enorme Geschwindigkeit erhitzt sich die Luft um sie herum so stark, dass sie aufleuchtet – und wir sie als Sternschnuppen sehen. Die Perseiden zählen damit zu den schnellsten und spektakulärsten Meteorströmen überhaupt.
In diesem Jahr haben die Sternschnuppen allerdings einen starken Gegner am Himmel: den hellen Mond, der in vielen Nächten dominiert und das Sternschnuppen-Schauspiel zu überschatten droht. Doch enthusiastische Himmelsbeobachter in Europa lassen sich davon nicht entmutigen und wollen aus der vermeintlich „enttäuschenden“ Perseidennacht dennoch eine erfolgreiche machen. Selbst unter mondbeschienenem Himmel soll die Magie der „Tränen des Heiligen Laurentius“ von jenen eingefangen werden, die wissen, wann, wo und wie sie danach Ausschau halten müssen.

Wann und wo könnt ihr den Sternschnuppenstrom in Berlin am besten beobachten?
Vom 17. Juli bis zum 24. August kreuzt die Erde die Umlaufbahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle. In diesem Zeitraum könnt ihr die Perseiden am Himmel beobachten – wenn auch nicht immer gleich stark. Ihren Höhepunkt erreicht der Sternschnuppenregen in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Doch auch die Tage davor und danach lohnt sich ein Blick nach oben. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens. Für das perfekte Sternschnuppen-Spektakel fehlt dann nur noch eines: ein möglichst klarer, wolkenloser Nachthimmel.
Berliner:innen wird empfohlen, in der Nacht zum Samstag einen Ausflug ins Berliner Umland zu machen – etwa nach Gülpe im Sternenpark oder an jeden Ort, an dem freie Felder einen ungehinderten Blick auf den Himmel ermöglichen. Auch für die Berliner Planetarien ist diese Nacht ein Highlight des Jahres. Am 12. August können Interessierte auf dem Freigelände der Archenhold-Sternwarte den Sternschnuppen-Schauer unter fachkundiger Anleitung beobachten. Der Zugang ist von 18 Uhr bis 2 Uhr morgens geöffnet. Natürlich lassen sich die Perseiden über Berlin auch von den schönsten Rooftops der Stadt aus genießen – mit einem ganz besonderen Blick über den Berliner Nachthimmel.