Ihr interessiert euch für Architektur und seid von Backsteinbauten fasziniert? Dann seid ihr rund um Berlin genau richtig. Von „Deutschlands schönster Kleinstadt“ mit einer der bedeutendsten Backsteingotik-Anlagen Norddeutschlands bis hin zum „Klein-Amsterdam“ in Potsdam mit seinen 150 roten Backsteinhäusern fehlt es der Region nicht an beeindruckender Backsteinarchitektur. Und heute haben wir einen ganz besonderen Tipp für euch: Das Kloster Jerichow ist eine der ältesten Backstein-Klosteranlagen Deutschlands, die mit ihren monumentalen roten Mauern fast wie eine mittelalterliche Filmkulisse wirkt.

Riesige rote Backsteinmauern, romanische Rundbögen, massive Türme und lange Kreuzgänge verleihen dem Kloster eine fast monumentale Atmosphäre. Vor allem im warmen Abendlicht oder bei leichtem Nebel wirkt die Anlage beinahe surreal und erinnert eher an ein historisches Filmset als an einen klassischen Tagesausflug nahe Berlin.
Das Kloster wurde bereits im Jahr 1144 gegründet und gehört damit zu den frühesten Beispielen norddeutscher Backsteinarchitektur. Genau deshalb besitzt der Ort auch architektonisch enorme Bedeutung. Viele Elemente der sogenannten Backsteinromanik, die später große Teile Norddeutschlands prägen sollten, lassen sich hier besonders gut erkennen.
Besonders faszinierend ist die enorme Ruhe der Anlage. Anders als viele bekannte Klöster oder Burgen wirkt Jerichow kaum überlaufen und besitzt dadurch eine fast mystische Atmosphäre. Beim Spaziergang durch die Innenhöfe, Kreuzgänge und alten Klostergärten fühlt sich der Ort fast vollständig vom modernen Alltag entkoppelt an.

Auch die Umgebung trägt stark zur Stimmung bei. Jerichow liegt nahe der Elbe und gehört geografisch zur gleichen Ausflugsregion wie Tangermünde. Wer Tangermünde spannend fand, wird meist auch von Jerichow angezogen, weil beide Orte diese seltene Mischung aus Backsteinarchitektur, Geschichte und norddeutscher Atmosphäre besitzen.
Im Inneren des Klosters erfahrt ihr außerdem viel über das mittelalterliche Leben der Prämonstratenser-Chorherren. Teile der Anlage dienen heute als Museum und zeigen historische Räume, religiöse Kunst und Informationen über die Geschichte des Ordens sowie die Entwicklung der Region.