Jeden Sommer ist es Ende Juli wieder Zeit für einen der schönsten Sternschnuppenströme des Jahres. Dann erreichen die Delta-Aquariiden ihren Höhepunkt und bescheren euch bei klarem Himmel bis zu 25 Sternschnuppen pro Stunde – und damit jede Menge Gelegenheiten für einen besonderen Wunsch. In diesem Jahr fällt das Himmelsspektakel auf die Nacht vom 30. auf den 31. Juli.

Die Delta-Aquariiden gehören zu den zuverlässigsten Sternschnuppenschauern des Sommers. Jedes Jahr zieht die Erde durch eine Staubspur, die vermutlich vom Kometen 96P/Machholz stammt. Treffen diese winzigen Staubteilchen mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre, verglühen sie und erscheinen als Sternschnuppen.
Die Delta-Aquariiden sind vom 12. Juli bis zum 23. August 2026 aktiv. Ihren Höhepunkt erreichen sie voraussichtlich in der Nacht vom 30. auf den 31. Juli. Unter idealen Bedingungen können bis zu 25 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein. Allerdings handelt es sich meist um eher lichtschwache Meteore, weshalb Geduld gefragt ist.
Sternschnuppen sind keine Sterne. Sie entstehen, wenn winzige Gesteins- oder Staubteilchen aus dem All mit rund 41 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre eintreten. Durch die enorme Reibung erhitzen sie sich und verglühen in einer Höhe von etwa 70 bis 100 Kilometern. Das helle Leuchten am Himmel ist das, was wir als Sternschnuppe wahrnehmen. Der Name leitet sich vom Sternbild Wassermann (Aquarius) ab. Dort befindet sich der sogenannte Radiant – der Punkt am Himmel, aus dem die Sternschnuppen scheinbar stammen. Tatsächlich fliegen sie jedoch parallel durch den Weltraum; der Radiant ist lediglich ein Perspektiveneffekt.

Die besten Chancen bestehen nach Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden. Dann steht das Sternbild Wassermann höher über dem Horizont und die Erde bewegt sich mit ihrer Vorderseite durch die Staubspur des Kometen, wodurch mehr Meteore sichtbar werden.
Für die Delta-Aquariiden gilt: Je weniger Lichtverschmutzung, desto besser. Innerhalb Berlins wird man zwar einige helle Sternschnuppen sehen können, für das volle Erlebnis lohnt sich jedoch ein Ausflug ins Umland. Besonders empfehlenswert ist das Sternenpark Westhavelland, etwa 90 bis 120 Minuten westlich von Berlin. Es ist Deutschlands erster offizieller Sternenpark und zählt zu den dunkelsten Regionen Mitteleuropas. Dort sind deutlich mehr Sterne und Sternschnuppen sichtbar als in Berlin.