Clubs, Konzerte und außergewöhnliche Live-Performances – die Musiklandschaft der Hauptstadt ist immer für eine Überraschung gut. Ob die Neueröffnung des Pariser Kultclubs Silencio, in dem künftig auch Konzerte und Performances stattfinden sollen, oder die zahlreichen musikalischen Highlights, die Berlin regelmäßig zu bieten hat. Doch jetzt kündigt sich ein ganz besonderes Ereignis an: Am 14. Februar 2027 wird die Berliner Uber Arena zum Schauplatz einer außergewöhnlichen musikalischen Weltpremiere. In Zusammenarbeit mit der Berlinale präsentiert der preisgekrönte Dokumentarfilmer Brett Morgen sein neues Projekt „David Bowie ‘STAGE’“.

Die Produktion verspricht weit mehr als einen gewöhnlichen Konzertfilm: Mithilfe von neu entdeckten und aufwendig restaurierten Originalaufnahmen aus dem Jahr 1978 sowie einer eigens entwickelten Licht- und Soundinszenierung soll David Bowies legendäre Bühnenpräsenz beinahe 50 Jahre später erneut erlebbar werden. Besonders symbolträchtig ist der Veranstaltungsort. Berlin war für Bowie nicht nur eine wichtige Station seiner musikalischen Karriere, sondern auch ein persönlicher Rückzugsort und eine bedeutende Quelle künstlerischer Inspiration. Die Weltpremiere findet zudem in einem besonderen Jubiläumsjahr statt: Am 8. Januar 2027 wäre der 2016 verstorbene Musiker 80 Jahre alt geworden.
Im Jahr 1978 befand sich David Bowie auf seiner legendären „Isolar II World Tour“, die ihn zwischen März und Dezember durch zahlreiche Städte führte. Während zweier Auftritte im Londoner Earls Court ließ der Musiker seine Konzerte professionell auf 35-Millimeter-Film festhalten. Die Regie übernahm der britische Schauspieler und Filmemacher David Hemmings. Doch Bowie war mit dem Ergebnis offenbar unzufrieden. Die Aufnahmen wurden deshalb nie als vollständiger Konzertfilm veröffentlicht und verschwanden für Jahrzehnte in seinem Archiv. Erst beinahe ein halbes Jahrhundert später sollen sie nun in einer völlig neuen Form der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Der amerikanische Dokumentarfilmer Brett Morgen entdeckte das historische Material vor rund zehn Jahren während seiner Recherchen für die Bowie-Dokumentation „Moonage Daydream“, die 2022 erschien. Bereits 2018 entstanden gemeinsam mit Bowies Nachlassverwaltung erste Pläne, aus den Aufnahmen ein eigenständiges Konzerterlebnis zu entwickeln.

Die Besonderheit von „David Bowie ‘STAGE’“ liegt in der Verbindung historischer Konzertaufnahmen mit moderner Veranstaltungstechnik. Mithilfe transparenter LED-Leinwände soll die Illusion entstehen, dass Bowie und seine damalige Band tatsächlich auf der Bühne stehen. Drei große Projektionsflächen ermöglichen eine aufwendige visuelle Inszenierung, während ein speziell entwickelter 7.1-Surround-Sound die Musik räumlich in der gesamten Arena erlebbar machen soll.
Begleitet wird das Konzertmaterial von einer synchronisierten Lichtshow, die auf die historischen Auftritte abgestimmt ist. Für das Lichtdesign zeichnet Patrick Woodroffe verantwortlich, der bereits mit internationalen Musikgrößen wie den Rolling Stones und Elton John zusammengearbeitet hat. Die Klanggestaltung übernimmt Oscar-Preisträger Paul Massey, der unter anderem am Musikfilm „Bohemian Rhapsody“ beteiligt war. Die Zuschauer erwartet somit weder ein gewöhnlicher Kinofilm noch ein klassisches Livekonzert, sondern eine immersive Inszenierung, die den Eindruck vermitteln soll, David Bowie noch einmal auf der Bühne erleben zu können.