Die Berliner Gastronomie wächst ständig weiter – und mit ihr die neuesten Food-Trends aus aller Welt. Ob ihr in einer 150 Jahre alten Apotheke in historischer Atmosphäre speisen wollt oder angesagte New-York-inspirierte Sushi-Sticks probiert: Die Auswahl ist riesig und bietet für jeden Geschmack etwas. Auch Kaffeeliebhaber kommen auf ihre Kosten – immer wieder eröffnen neue Spots, wie etwa ein Café, das bis 22 Uhr geöffnet hat und japanischen Matcha Crepe Cake serviert. Doch es muss nicht immer schnell und „auf die Hand“ sein. Manchmal darf es auch entspanntes Fine Dining sein – und auch das ist in Berlin alles andere als langweilig. Das Cookies Cream ist ein verstecktes Fine-Dining-Restaurant mitten in der Stadt, das sich wie ein Speakeasy anfühlt und gleichzeitig zu den bekanntesten vegetarischen Restaurants Europas gehört.

Das Restaurant befindet sich in der Behrenstraße 55 in Berlin-Mitte. Der Zugang erfolgt über einen unscheinbaren Hinterhof beziehungsweise eine versteckte Gasse, wodurch der Ort leicht zu übersehen ist. Genau dieser versteckte Eingang ist jedoch Teil des Konzepts und macht den Besuch besonders: Man läuft zunächst scheinbar daran vorbei und findet sich dann plötzlich in einem der renommiertesten Restaurants der Stadt wieder. Inhaltlich setzt Cookies Cream auf vegetarisches Fine Dining auf Michelin-Niveau.
Cookies Cream wurde mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und gilt als eines der bekanntesten vegetarischen Fine-Dining-Restaurants Europas. Gleichzeitig ist es fest in der internationalen Food- und Creative-Szene Berlins verankert. Wichtig dabei ist: Das Restaurant ist nicht vollständig vegan, arbeitet aber sehr stark pflanzenbasiert, was es auch für ein breiteres Publikum interessant macht.

Im Mittelpunkt steht ein mehrgängiges Tasting Menu, meist mit sechs bis sieben Gängen, bei dem Gemüse neu interpretiert wird. Die Gerichte zeichnen sich durch eine klare Dramaturgie aus, bei der sich Geschmack und Textur von Gang zu Gang steigern.
Typische Elemente sind etwa Radieschen, die frisch, zitrisch und knackig inszeniert werden, oder Aubergine, die weich, rauchig und fast fleischig wirkt. Besonders hervor sticht oft die karamellisierte Roscoff-Zwiebel, die durch ihre Intensität zum Highlight wird. Ergänzt wird das Menü durch Kombinationen wie Enoki-Pilze mit Trüffel, die für tiefe, erdige Umami-Noten sorgen, bevor ein weicher, leicht süßer Kürbis einen runden Abschluss bildet. Insgesamt folgt das Menü dem Prinzip, dass jeder Gang auf dem vorherigen aufbaut und so immer mehr Tiefe und Komplexität entwickelt.