Der Herbst klopft an die Tür und mit ihm beginnt die Zeit für neue saisonale Freizeitaktivitäten. Neben Kürbisausstellungen gehören natürlich auch ausgedehnte Wanderungen durch die herbstliche Natur dazu. Und hier haben die Berliner wieder einmal Glück, denn rund um die Hauptstadt gibt es jede Menge Orte, die perfekte Strecken für Wanderfans bieten. Dazu zählt auch die Rundwanderung bei Groß Köris. Sie führt mitten durch den Naturpark Dahme-Heideseen und verbindet auf relativ kurzer Strecke eine erstaunlich abwechslungsreiche Landschaft.

Unterwegs geht es nicht nur an mehreren Seen vorbei, sondern auch durch Kiefernwälder, vorbei an kleinen Dünen und seltenen Sandtrockenrasen bis zu einer historischen Zugbrücke. Der Naturpark selbst gibt die Rundwanderung mit acht Kilometern an. Wer direkt am Bahnhof Groß Köris startet und dort auch wieder endet, kommt auf rund neun Kilometer und etwa 2,5 Stunden Gehzeit. Ausgangspunkt der Wanderung ist Groß Köris im Landkreis Dahme-Spreewald, südöstlich von Berlin. Trotz der idyllischen Umgebung ist Groß Köris von Berlin aus überraschend schnell erreichbar. Mit der Regionalbahn dauert die Fahrt ab Berlin-Ostkreuz rund 35 Minuten, sodass für den Ausflug nicht einmal ein Auto notwendig ist.
Wer mit dem Auto anreist, erreicht Groß Köris über die A13 in Richtung Dresden und nimmt die entsprechende Abfahrt nach Groß Köris. Parkmöglichkeiten befinden sich unter anderem in der Nähe des Bahnhofs. Vom historischen Ortskern von Groß Köris führt die Rundwanderung durch die nördlich des Ortes gelegene Heideseen-Landschaft. Je nachdem, welchen Ausgangspunkt und welche Variante man wählt, ist die Strecke etwa acht bis neun Kilometer lang.
Die Route verläuft über eine Mischung aus befestigten Wegen, kleinen Straßen und Waldwegen und weist kaum nennenswerte Steigungen auf. Eine kürzere, knapp sieben Kilometer lange Variante kommt beispielsweise auf lediglich rund zehn Höhenmeter. Damit eignet sich die Tour auch für alle, die eine entspannte Wanderung ohne größere Anstiege suchen.

Im Mittelpunkt der Wanderung stehen der Große Roßkardtsee und der Güldensee. Der rund 24 Hektar große Güldensee wird auf längeren Abschnitten unmittelbar vom Wanderweg begleitet. Immer wieder öffnen sich zwischen den Bäumen Ausblicke auf das Wasser, während Sitzgelegenheiten entlang des Weges Möglichkeiten für kleine Pausen bieten.
Auch der Große Roßkardtsee liegt idyllisch eingebettet in die Waldlandschaft. Am See gibt es sogar eine Bademöglichkeit, sodass sich die Wanderung bei wärmeren Temperaturen mit einer Abkühlung verbinden lässt. Darüber hinaus führt die Route am Kleinen Roßkardtsee vorbei. Damit begegnen Wandernde auf der Tour sogar mehr Seen, als der Name der Rundwanderung zunächst vermuten lässt. Die Heideseen bei Groß Köris gehören zum europäischen Naturerbe und bilden einen besonders geschützten Lebensraum. Das Gebiet umfasst eine Fläche, die ungefähr 200 Fußballfeldern entspricht, und bietet zahlreichen teilweise seltenen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. Unter anderem leben hier seltene Libellenarten und sogar Fischotter.
Besonders außergewöhnlich ist die Vielfalt der Landschaft auf so engem Raum. Während der Wanderung wechseln sich Klarwasserseen und Moorseen mit Flechten-Kiefernwäldern, kleinen Dünen und seltenen Sandtrockenrasen ab. Dadurch verändert sich das Landschaftsbild immer wieder, obwohl die gesamte Runde nur wenige Kilometer lang ist.