Wir befinden uns in der schönsten Zeit des Jahres – einer Zeit, in der wir große Wünsche hegen und auch Wünsche für andere wahr werden lassen. Am Samstag, den 13. Dezember, wird Berlin bereits viele Herzenswünsche erfüllt sehen: Dann ziehen hunderte Weihnachtsmänner auf ihren geschmückten Motorrädern durch die Stadt, mit Geschenken für Bedürftige im Gepäck und einer großen Portion Weihnachtsfreude im Schlepptau. Doch nicht nur Weihnachtsmänner können Wünsche wahr werden lassen. Der Aberglaube besagt, dass auch die Sternschnuppen daran mitwirken und kleine Wunder möglich machen. Und wie könnte es zeitlich besser passen? Erst vor wenigen Tagen leuchtete der letzte Supermond des Jahres am Himmel und schon kündigt sich das nächste Spektakel an: In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember zeigt sich ein beeindruckender Sternschnuppenstrom fast zeitgleich.

Das heißt, haltet den Wunschzettel für dieses Wochenende unbedingt schon bereit. Wer den Sternschnuppenstrom – die Geminiden – erblicken will, muss sich an einen Ort begeben, wo ein möglichst freier Blick auf den Himmel möglich ist, ohne hohe Bäume oder Gebäude im Umfeld. Der Höhepunkt wird am 14. Dezember erwartet und zwar in den frühen Morgenstunden, wenn es schon hell wird. Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde rät mit Blick auf die Sternschnuppen dazu, sie besonders in der zweiten Nachthälfte zu beobachten, wenn die Zwillinge – das Ursprungssternbild – hoch am Himmel stehen.
Wer die Sternschnuppen wirklich sehen will, muss daher das Sternbild Zwillinge suchen. Dieses gehe bereits in den Abendstunden am Osthimmel auf. Die Geminiden sollen bis zum 17. Dezember aktiv sein. Das Planetarium Berlin berichtet, dass die Geminiden in ihrer Intensität sogar die sommerlichen Sternschnuppen, die Perseiden, übertreffen. Allerdings seien sie mit etwa 35 Kilometern pro Sekunde relativ langsam im Vergleich zu anderen Sternschnuppenströmen. Anders als bei vielen anderen Sternschnuppenströmen ist ihre Quelle jedoch kein Komet, sondern ein Asteroid. Da seine Bahn seit einigen Jahren näher an die Erde rückt, könne man inzwischen deutlich mehr Sternschnuppen sehen, erklärt das Haus der Astronomie in Heidelberg.