Nur kurz für Eier in den Supermarkt gerannt – und schon spaziert man mit vollen Tüten und einem deutlich leichteren Geldbeutel wieder heraus. Das Leben wird nicht günstiger und das zeigt sich besonders deutlich an den Preisen für Nahrungsmittel in Deutschland. Auch wenn wir mit dem gestiegenen Mindestlohn seit dem 1. Januar 2026 positive wirtschaftliche Entwicklungen sehen können, machen die teuren Einkäufe den Alltag nicht einfacher. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Esra Limbacher, erklärte der Rheinischen Post, dass die Preise in den Supermärkten seit 2020 um 35 Prozent gestiegen sind.Dagegen will die SPD nun eingreifen und einen Aktionsplan einführen, der „Deutschland-Korb“ heißt. Dieser soll nach griechischem Vorbild entwickelt werden, wo die Regierung vor einigen Jahren beschlossen hat, die Preise von mehr als 2.000 Produkten zu senken und in der Folge den sogenannten Haushaltskorb eingeführt hat.

Parallel zum griechischen Modell schlägt die SPD ein neues Maßnahmenpaket vor, das eine bezahlbare Grundversorgung für alle sichern soll. Der sogenannte „Deutschland-Korb“ soll günstige und preisstabile Grundnahrungsmittel aus allen wichtigen Warengruppen umfassen, die in Deutschland hergestellt werden. Das sei notwendig, denn „steigende Lebensmittelpreise sind für Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen kein abstraktes Problem, sondern eine tägliche Belastung“, sagte Fraktionsvize Esra Limbacher der Düsseldorfer Rheinischen Post.
Handelsketten sollen sich freiwillig beteiligen und den Korb in ihren Filialen anbieten. Zudem will die SPD Verbraucherinnen und Verbraucher vor verdeckten Preiserhöhungen schützen, indem Kennzeichnungspflichten konsequent durchgesetzt und eine Regulierung auf Grundlage der EU-Richtlinie zu unlauteren Geschäftspraktiken geprüft wird. Nach dem Vorbild anderer EU-Länder ist außerdem die Einrichtung einer staatlichen Preisbeobachtungsstelle geplant, die den Weg der Produkte vom Acker bis ins Supermarktregal transparenter machen soll.
Ziel ist eine schnelle und spürbare Entlastung für die Verbraucher. „Zu viele Bürgerinnen und Bürger müssen sich am Ende des Monats fragen, ob das Geld noch für frisches Obst und Gemüse, Butter oder gelegentlich Fleisch oder Fisch reicht“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion weiter. Das soll sich künftig ändern.