Bei klarem Himmel wie jetzt lassen sich die schönsten Aussichten genießen. Zum Glück gibt es in und um Berlin zahlreiche Aussichtspunkte, die beeindruckende Blicke auf die Wahrzeichen der Hauptstadt ermöglichen. Wenn ihr euch den Panoramablick aber erst einmal verdienen und ihn mit etwas Bewegung verbinden möchtet, ist eine Wanderung genau das Richtige. Perfekt dafür eignet sich die Roßtrappe: Sie gehört zu den bekanntesten Naturdenkmälern des Harzes und zählt zu den Wahrzeichen der Stadt Thale. Von dem markanten Felsen eröffnet sich ein spektakulärer Blick über das romantische Bodetal und den gegenüberliegenden Hexentanzplatz.

Der markante Granitfelsen ragt spektakulär über dem Bodetal auf und bietet einen der schönsten Ausblicke der gesamten Region. Bekannt ist die Roßtrappe nicht nur für ihre beeindruckende Aussicht, sondern auch für die berühmte Sage um den riesigen Hufabdruck im Felsen. Die Roßtrappe liegt in Thale in Sachsen-Anhalt, direkt oberhalb des Bodetals und gegenüber des Hexentanzplatzes.
Der Granitfelsen ist 403 Meter hoch und fällt an seiner steilsten Stelle rund 250 Meter senkrecht ins Bodetal ab. Er gilt als eine der beeindruckendsten Felspartien nördlich der Alpen. Wer den Aufstieg abkürzen möchte, kann den Sessellift nutzen, der auf einer Strecke von 559 Metern insgesamt 250 Höhenmeter überwindet. Außerdem befindet sich hier die Stempelstelle Nr. 71 der Harzer Wandernadel.
Vor Ort erwartet euch der berühmte Hufabdruck im Granitfelsen, der laut Sage vom Pferd der Königstochter Brunhilde stammen soll. Von der Aussichtsplattform eröffnet sich ein spektakulärer Blick über das Bodetal, den Hexentanzplatz, die Stadt Thale und bei klarem Wetter sogar bis zum Brocken. Direkt an der Roßtrappe befindet sich außerdem das historische Berghotel Roßtrappe mit seiner Aussichtsterrasse.

Der Legende nach floh die Königstochter Brunhilde vor dem Riesen Bodo, der sie gegen ihren Willen heiraten wollte. Auf ihrem weißen Pferd erreichte sie die Schlucht des Bodetals und setzte mit einem gewaltigen Sprung auf den gegenüberliegenden Felsen über. Dabei soll der Huf ihres Pferdes den bis heute sichtbaren Abdruck im Granit hinterlassen haben. Der Riese Bodo schaffte den Sprung nicht, stürzte in die Tiefe und soll dem Fluss Bode seinen Namen gegeben haben.
Auch für Wanderfreunde ist die Roßtrappe ein beliebtes Ziel. Besonders beliebt sind der kurze Spaziergang von der Bergstation zur Aussicht, der steile Schurre-Weg hinunter ins Bodetal, der rund vier Kilometer lange Präsidentenweg sowie Wanderungen zwischen Roßtrappe und Hexentanzplatz.