Im Sommer kann es in der Stadt schnell voll werden – höchste Zeit also, die warmen Temperaturen zu nutzen und Ausflugsziele in der Nähe von Berlin zu entdecken. Von 90 Millionen Jahre alten Sandsteinfelsen bis hin zu Seen mit intensiv türkisblauem Wasser gibt es rund um die Hauptstadt jede Menge beeindruckende Natur zu erkunden. Und die Überraschungen nehmen kein Ende: Heute haben wir einen neuen Tipp für euch. Der Radau-Wasserfall, auch Radaufall genannt, gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Harz.

Obwohl er wie ein natürlicher Wasserfall wirkt, ist er tatsächlich künstlich angelegt. Er wurde bereits im Jahr 1859 erbaut, um den Tourismus in Bad Harzburg zu fördern und Kurgästen eine besondere Attraktion zu bieten. Der Radau-Wasserfall befindet sich zwischen Bad Harzburg und Torfhaus direkt an der Bundesstraße B4 am Westhang des Winterbergs. Er liegt mitten im Naturpark Harz und in unmittelbarer Nähe des Nationalparks Harz. Durch seine Lage zählt er zu den wenigen Wasserfällen Deutschlands, die nahezu direkt von der Straße aus erreichbar sind und sich deshalb ideal für einen kurzen Zwischenstopp eignen.
Der Wasserfall ist rund 23 Meter hoch und wurde im Jahr 1859 errichtet. Das Wasser wird über einen etwa einen Kilometer langen künstlichen Zulaufkanal, den sogenannten Hanggraben, zum Wasserfall geleitet. Die Radau entspringt auf rund 800 Metern Höhe im Oberharz und ist insgesamt 21,1 Kilometer lang.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Bad Harzburg zunehmend zu einem beliebten Kurort. Um den Gästen eine weitere Sehenswürdigkeit zu bieten, entschied man sich für den Bau eines künstlichen Wasserfalls. Dafür wurde ein rund einen Kilometer langer Hanggraben angelegt, der einen Teil des Wassers der Radau bis an den Rand einer Felswand leitet. Von dort stürzt das Wasser rund 23 Meter in die Tiefe und fließt anschließend wieder in den natürlichen Flusslauf zurück.

Direkt am Wasserfall befinden sich eine Aussichtsplattform, von der aus Besucher den Wasserfall aus nächster Nähe erleben können. Außerdem gibt es die Waldgaststätte Radau-Wasserfall, einen kleinen Kiosk sowie die Kindereisenbahn EMMA. Mehrere Wanderwege führen von hier aus durch die abwechslungsreiche Landschaft des Harzes.
Vor einigen Jahren drohte der Radau-Wasserfall auszutrocknen, da der Zulauf und Teile der Anlage stark beschädigt waren. Umfangreiche Sanierungsarbeiten konnten den Wasserfall, die Aussichtsplattform und die Wanderwege jedoch erhalten. Im Jahr 2024 wurde außerdem ein langfristiges Pflegekonzept beschlossen, damit der Radau-Wasserfall auch künftig als Wahrzeichen von Bad Harzburg erhalten bleibt.