Berlin wächst ständig weiter und wir lieben all die Neueröffnungen und spannenden Neuzugänge, die damit einhergehen. Von einem neuen Edeka E-Center im Wildwest-Stil bis hin zum Comeback einer der bekanntesten Feinkost-Adressen Berlins: In der Hauptstadt tut sich gerade einiges. Und damit hört es noch lange nicht auf. Das nächste große Projekt entsteht in der Weinstraße 9 in Berlin-Friedrichshain. Wo früher ein eingeschossiger Aldi-Markt mit dazugehörigem Parkplatz stand, wird derzeit ein neues Wohn- und Geschäftshaus gebaut. Insgesamt sollen hier 69 Mietwohnungen mit rund 4.698 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Und auch Aldi kehrt an seinen alten Standort zurück.

Auf dem Grundstück stand früher ein eingeschossiger Aldi-Markt mit einem dazugehörigen Parkplatz. Dieser wurde inzwischen abgerissen und macht Platz für ein mehrgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus. Das Grundstück umfasst insgesamt rund 3.200 Quadratmeter. In dem Neubau sollen 69 Mietwohnungen mit insgesamt rund 4.698 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Besonders relevant ist, dass 66 der 69 Wohnungen öffentlich gefördert werden. Im Erdgeschoss des Gebäudes ist ein neuer Aldi-Nord-Markt mit rund 1.400 Quadratmetern Fläche vorgesehen. Der Supermarkt entsteht damit nicht neben den Wohnungen, sondern wird direkt in den neuen Gebäudekomplex integriert.
Auch die geplante Aufteilung der 69 Wohnungen steht bereits fest. Vorgesehen sind 36 Zwei-Zimmer-Wohnungen, 23 Drei-Zimmer-Wohnungen und zehn Vier-Zimmer-Wohnungen. Da 66 davon öffentlich gefördert werden sollen, besteht nahezu der gesamte Wohnanteil des Projekts aus gefördertem Wohnraum. Damit verbindet das Bauvorhaben die Rückkehr des Aldi-Marktes mit der Schaffung neuen Wohnraums in Friedrichshain.
Inzwischen hat das Projekt einen wichtigen Bauabschnitt erreicht. Die Bodenplatte wurde vollständig betoniert, sodass nun der weitere Rohbau folgen kann. Für die Bodenplatte wurden nach Angaben des ausführenden Unternehmens rund 800 Kubikmeter Beton benötigt. Etwa 100 Betonmischer aus fünf verschiedenen Mischwerken waren dafür im Einsatz. Die Grundsteinlegung hatte bereits im Juli stattgefunden. Dabei wurde unter anderem eine Zeitkapsel im Fundament versenkt. An der Zeremonie nahmen unter anderem Berlins Bausenator Christian Gaebler, STADT-UND-LAND-Geschäftsführerin Natascha Klimek und ein Vertreter von Aldi Nord teil.

Die Fertigstellung des gesamten Wohn- und Geschäftshauses ist für das erste Quartal 2028 vorgesehen. Einen konkreten Eröffnungstermin für den neuen Aldi-Markt gibt es bislang nicht. Entsprechend würde ich formulieren, dass das Projekt Anfang 2028 fertiggestellt werden soll, anstatt bereits einen bestimmten Eröffnungstermin für den Supermarkt zu nennen.
Errichtet wird das Gebäude von Kondor Wessels Bouw Berlin. Nach der Fertigstellung soll das Projekt von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND übernommen werden. Aldi Nord wiederum wird die Einzelhandelsfläche im Erdgeschoss nutzen. Das Projekt steht gleichzeitig für eine Entwicklung, die Aldi Nord in Berlin bereits seit einigen Jahren verfolgt. Grundstücke, auf denen früher teilweise lediglich eingeschossige Supermärkte und Parkplätze standen, sollen stärker genutzt werden, indem Einzelhandel und Wohnungsbau miteinander kombiniert werden. Nach Angaben von Aldi Nord sind auf diese Weise in Berlin innerhalb der vergangenen zehn Jahre bereits rund 500 Wohnungen entstanden oder befinden sich im Bau. Weitere rund 350 Wohnungen könnten in den kommenden Jahren hinzukommen.