Lust auf etwas Natur? Im Frühling hat Berlin mehr als genug zu bieten, aber manchmal muss man einfach raus. Zum Glück reicht das Angebot des Brandenburger Umlands von Wasserfällen und Seen bis hin zu riesigen Wandergebieten. So ein Naturschutzgebiet findet ihr auch im Biesenthaler Becken. Nördlich von Berlin gelegen besticht es durch seine urwüchsige, fast nordisch anmutende Natur.
Wandern wie in Skandinavien

Geologisch handelt es sich beim Biesenthaler Becken um eine ausgedehnte Senke, die am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren durch Schmelzwasser geformt wurde. Heute ist das Gebiet ein Naturschutzgebiet und charakteristisch für den ständigen Wechsel der Landschaftsformen. Man wandert durch tiefe, mystische Erlenbruchwälder, überquert auf Holzstegen sumpfige Moore und findet sich plötzlich in lichten Kiefernwäldern auf sandigen Hügeln wieder.
Das Gebiet wird von zahlreichen kleinen Fließen – wie dem Hellmühler Fließ – durchzogen. Das Wasser ist zum Teil so klar, dass mancherorts sogar die seltene Bachforelle und der Eisvogel heimisch sind. Von etwa 1830 bis kurz vor dem Zweiten Weltkrieg wurden die Niedermoore hier sogar zur Torfgewinnung genutzt.
Ein Paradies für bedrohte Tierarten

Heute bietet sich das Biesenthaler Becken perfekt zum Wandern an. Ein 12 Kilometer langer Rundwanderweg mit Ausgangs- und Endpunkt in Biesenthal führt euch durch das Naturschutzgebiet. Gerade jetzt im Frühjahr stehen die Chancen gut, dass ihr dabei von Kranichen begleitet werdet.
sÜberhaupt ist das Biesenthaler Becken ein Paradies für verschiedene Tiere. Gerade auch bedrohte Arten könnt ihr mit etwas Glück aufspüren, darunter Fischotter, Biber, Schwarzspecht und Eisvogel. Noch mehr Infos dazu findet ihr auf der Homepage der NABU.
Wer Stille sucht, ist hier genau richtig: Im Gegensatz zu den überlaufenen Seen im direkten Berliner Umland bietet das Biesenthaler Becken eine Weite und Einsamkeit, die manchmal eher an skandinavische Nationalparks erinnert.