Was sagt ihr zu einem Ausflug, bei dem es einfach nur darum geht, tief frische Luft einzuatmen, die Batterien inmitten der Natur aufzuladen und gleichzeitig einen traumhaften Ausblick mit fast skandinavischer Atmosphäre zu genießen? Klingt verlockend, keine Frage. Wenn es um Aussichtstürme geht, hat Berlin mit dem Wolkenhain zwar ein absolutes futuristisches Highlight zu bieten. Wer jedoch mehr Ruhe und Natur drumherum sucht, für den haben wir einen noch besseren Tipp: den Löwendorfer Berg mit rund 103 Metern Höhe mitten im Naturpark Nuthe-Nieplitz – eine der höchsten natürlichen Erhebungen Brandenburgs.

Statt endloser Ebenen erwarten euch dichte Wälder, hügelige Wege und weite Panoramaausblicke, die viele Besucher eher an skandinavische Naturgebiete oder kleinere Mittelgebirgslandschaften erinnern als an Brandenburg. Besonders im Herbst oder bei leichtem Nebel entsteht dort fast eine nordische Atmosphäre.
Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Berg als Aussichtspunkt genutzt. Damals entstand ein erster hölzerner Aussichtsturm, um Besuchern den Blick über die eiszeitlich geprägte Landschaft zu ermöglichen. Die heutige moderne Holzkonstruktion steht ebenfalls mitten im Wald und bietet mehrere Aussichtsplattformen mit weitem Blick über den Fläming, kleine Dörfer, Felder und Wälder. Bei klarem Wetter soll man sogar Teile der Berliner Skyline erkennen können.

Die Landschaft rund um den Turm entstand während der letzten Eiszeit und gehört zu einer sogenannten Endmoränenlandschaft. Dadurch wirkt die Gegend deutlich abwechslungsreicher als viele andere Regionen Brandenburgs. Genau deshalb ist der Löwendorfer Berg heute ein beliebtes Ziel für Wanderungen, Fahrradtouren und kleine Wochenendausflüge aus Berlin.
Besonders schön: Der Weg zum Turm führt durch ruhige Waldabschnitte und wirkt fast wie ein kleiner Natur-Rückzugsort fernab der Großstadt. Im Sommer dominiert sattes Grün, während der Ort im Herbst mit orangefarbenen Wäldern und weiten Blicken besonders spektakulär aussieht.