Was gibt es Schöneres, als die kommenden warmen Tage am Wasser zu verbringen? Zum Glück müsst ihr dafür gar nicht weit aus Berlin herausfahren. Schon rund 25 Minuten vom Stadtzentrum entfernt könnt ihr in klaren Gewässern baden – doch ein kleines Stück weiter wird es noch einmal spürbar idyllischer. Vom tiefsten See Brandenburgs, dessen Grund unter dem Meeresspiegel liegt, bis hin zu kristallklaren Gewässern inmitten hügeliger Landschaft – die Möglichkeiten sind nahezu endlos. Heute stellen wir euch jedoch einen ganz besonderen Ort nahe Berlin vor: Der Gorinsee ist ein kleiner, ruhiger Natursee nördlich der Stadt, der vor allem durch seine außergewöhnliche Form beeindruckt. Während viele Seen der Region langgezogen oder unregelmäßig wirken, erscheint der Gorinsee wie eine geschlossene, fast perfekte kreisrunde Form.

Der Gorinsee liegt auf der Barnim-Hochfläche und gehört zum Ortsteil Schönwalde. Umgeben von dichten Kiefernwäldern und ruhiger Natur wirkt die Landschaft typisch brandenburgisch – jedoch deutlich zurückhaltender als bei größeren Seen wie dem Werbellinsee. Gerade diese Unaufgeregtheit macht seinen Reiz aus: Der See ist nah, unkompliziert und angenehm lokal.
Mit einer Fläche von etwa 21 bis 24 Hektar und einer Länge von rund 600 Metern zählt der Gorinsee zu den kleineren Gewässern der Region. Seine maximale Tiefe liegt bei lediglich zwei bis drei Metern, wodurch er vergleichsweise flach ist. Oberirdische Zuflüsse gibt es nicht, das Wasser speist sich ausschließlich aus Grund- und Schichtenwasser. Entsprechend abhängig ist der See vom Grundwasserspiegel – in trockenen Jahren kann der Wasserstand spürbar sinken.
Eingebettet in Wald vermittelt der Gorinsee das Gefühl eines natürlichen Rückzugsortes. Kiefern, Schilf und eine insgesamt geringe Bebauung prägen das Bild und verleihen ihm eine ruhige, entspannte Atmosphäre. Das Wasser ist meist sauber, wirkt durch die geringe Tiefe jedoch gelegentlich leicht trüb. Insgesamt erinnert der Gorinsee eher an einen klassischen Waldbadesee als an einen kristallklaren Postkartenort.

Die meisten Seen Brandenburgs sind während der Eiszeit als sogenannte Rinnenseen entstanden – langgezogen und schmal. Der Gorinsee hingegen gehört zu den kleineren, rundlicheren Gewässern und sticht dadurch visuell sofort hervor.
Rund um den See gibt es mehrere Zugänge zum Wasser: von einer größeren Liegewiese mit Strandbereich bis hin zu kleineren, ruhig gelegenen Badestellen im Wald. Auch FKK-Bereiche sind teilweise vorhanden. Aufgrund seiner vergleichsweise geringen Tiefe eignet sich der Gorinsee besonders für entspanntes Baden, weniger jedoch für längere Schwimmstrecken. Damit ist er wie gemacht für ruhige Sommertage – und weniger für sportlich geprägte Aktivitäten.