Berlin war einst die Welthauptstadt der Gasbeleuchtung. Um dieses Erbe zu bewahren, wurde 1978 ein ganz besonderes Freilichtmuseum eröffnet. Was klein anfing, ist heute eine beeindruckende Dauerausstellung unter freiem Himmel.
Setzt euch auf eine Bank und genießt das romantische Licht der alten Laternen! Und wenn ihr Lust auf mehr Romantik mitten in Berlin habt, schaut doch mal bei diesem Festival vorbei, bei dem Hunderte von Wasserlaternen über den nächtlichen See treiben.
Eine Reise ins vergessene Europa: Das leuchtende Geheimnis im Tiergarten

Wenn die Sonne hinter der Goldelse den Horizont küsst, erwacht jeden Abend ein Stück Berliner Stadtgeschichte zum Leben. Nur wenige Meter von der Straße des 17. Juni entfernt säumen 90 Original-Gaslaternen (darunter auch welche aus 14 deutschen und 11 europäischen Städten) die Wege.
Hier schlendert ihr von Berlin nach London über Brügge bis nach Budapest, erkennbar an den charakteristischen Designs der jeweiligen Epochen. Jede Laterne erzählt ihre eigene Geschichte aus einer Zeit, als Nächte noch vom sanften Licht des Gases begleitet wurden.
Die besten Orte für das perfekte Foto

Sobald die Dämmerung einsetzt, beginnen die Laternen in ihrem typisch warmen, gelblichen Licht zu leuchten. Der schönste und fotogenste Abschnitt verläuft direkt entlang des Weges am Landwehrkanal.
Besonders beeindruckend ist die prunkvolle, fünfflammige Mastlaterne, die einst in Wilmersdorf stand, sowie die verschnörkelten Kandelaber aus Paris. Das sanfte Licht, die alten Bäume des Tiergartens und die ruhige Atmosphäre machen diesen Ort zum perfekten Spot für stimmungsvolle Nachtaufnahmen.
Praktische Tipps & wie ihr hinkommt

Ein Besuch lässt sich perfekt mit einem ausgedehnten Spaziergang durch den westlichen Tiergarten verbinden. Hier ist alles, was ihr für den Ausflug wissen müsst:
- Anfahrt: Am besten nehmt ihr die S-Bahn (S3, S5, S7, S9) bis zur Station Tiergarten. Verlasst den Bahnhof in Richtung Park, der Hauptweg des Museums beginnt fast direkt hinter dem Ausgang am Weg des 17. Juni.
- Beste Zeit: Definitiv zur Blauen Stunde oder am späten Abend. Tagsüber sind die Masten zwar historische Relikte, aber ihr wahrer Zauber entfaltet sich erst im Dunkeln.
- Zugang und Kosten: Das Museum ist ein öffentlicher Parkweg. Der Zugang ist 24/7 geöffnet und völlig kostenlos.