Der Wildpark Johannismühle in Brandenburg ist ein wunderbares Ausflugsziel für Natur- und Tierliebhaber. Südlich von Berlin, eingebettet in das Baruther Urstromtal nahe Baruth/Mark, bietet der Park eine erholsame Auszeit vom Alltag und faszinierende Begegnungen mit der heimischen und europäischen Tierwelt.
Geschichte und beeindruckende Größe

Die Ursprünge des Geländes reichen weit zurück, denn zu DDR-Zeiten diente das Areal über Jahrzehnte als abgeschirmtes Sonderjagdrevier für das Oberkommando der sowjetischen Streitkräfte. Erst nach der Wende änderte sich die Bestimmung des Ortes grundlegend. Im Jahr 1997 wurde der Wildpark Johannismühle offiziell gegründet und wird seitdem privat geführt.
Heute erstreckt sich die weitläufige, eiszeitlich geprägte Anlage über eine beeindruckende Fläche von mehr als 100 Hektar. Die einmalige Landschaft setzt sich aus dichten Kiefernwäldern, weiten Wiesen, Schonungen und idyllischen Feuchtbiotopen zusammen, die den tierischen Bewohnern ein naturnahes Zuhause bieten.
Tiere entdecken im Wildpark Johannismühle
Auf dem riesigen Areal leben rund 500 Tiere aus etwa 50 verschiedenen Arten. Besucher können sich auf Entdeckungstour begeben und majestätische Rothirsche, Damwild, Mufflons, Wildpferde sowie urzeitliche Wisente und Auerochsen in weitläufigen Freigehegen beobachten. Auch Raubtiere wie Braunbären, Polar- und Grauwölfe sowie scheue Luchse sind hier heimisch. Ein besonderes Highlight für Familien sind die täglichen, moderierten Fütterungsrunden und die beeindruckenden Flugvorführungen in der parkeigenen Falknerei. Wer den Tieren noch näher kommen möchte, findet im Streichelzoo zutrauliche Vierbeiner.
Der Wildpark ist das ganze Jahr über für Besucher geöffnet, wobei der Montag (außer an Feiertagen und in den Brandenburger Schulferien) als Ruhetag gilt:
- März bis Oktober (Hauptsaison): Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr
- November bis Februar (Nebensaison): Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr
Zu beachten ist, dass die Kassen und der letzte Einlass jeweils zwei Stunden vor der Schließung des Parks enden. Gut ausgebaute Wanderwege sorgen zudem dafür, dass sich das Gelände auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl entspannt erkunden lässt.