Das Jahr hat kaum begonnen und schon hat der Januar in Berlin unzählige spannende Highlights zu bieten. Doch auch im Umland der Hauptstadt warten eine Menge weniger bekannte Schätze darauf, enteckt zu werden. Entkommt dem Großstadttrubel und taucht ein in eine andere Welt, voller Natur, Geschichte, Mythen und mehr. Dafür müsst ihr nicht einmal weit reisen: Nur 1 Stunde von Berlin entfernt erhebt sich eine der schönsten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen Brandenburgs. Majestätisch auf dem 153 Meter hohen Steilen Hagen gelegen, genießt man auf Burg Rabenstein im Hohen Fläming ein atemberaubendes Panorama – und besondere Attraktionen, von Burgführungen über Burgfesten bis hin zu einer eigenen Falknerei.

Die 1251 erstmalig erwähnte Burg Rabenstein gehört zu den wenigen fast noch ganz erhaltenen Burgen im Land Brandenburg. Die sorgfältig restaurierte hochmittelalterliche Burganlage beeindruckt mit einer Vielzahl historischer Bauwerke. Dazu zählen unter anderem die Burgkapelle, der imposante Rittersaal sowie die typische Folterkammer, die Einblicke in vergangene Zeiten gewährt. Im Vorhof der Burg befinden sich zudem ein alter Brunnen, eine Scheune und das historische Backhaus. Besonders sehenswert sind außerdem das Torhaus und der markante Aborterker an der Nordseite der Anlage. Ein echtes Highlight ist der 30 Meter hohe Bergfried: Von hier aus eröffnet sich ein fantastischer Blick über den Hohen Fläming – eine landschaftlich wie historisch faszinierende Region Brandenburgs, die auch als Burgendreieck bekannt ist.
Burg Rabenstein erweckt Geschichte neu zum Leben

Die Burganlage ist nur schön anzusehen; sie bietet auch zahlreiche Veranstaltungen und Attraktionen, die das Mittelalter neu zum Leben erwecken. Neben den unterhaltsam gestalteten Burgführungen, die oft von mittelalterlicher Musik oder Schauspiel begleitet werden, veranstaltet Burg Rabenstein regelmäßig Ritteressen und Feste wie das Osterspektakel oder das historische Burgfest „Rabensteiner Herbst“ mit einem umfassen Programm aus Musik, Tanz, Theater und Spiel. Mit der Aktivität des Speerschleuderns könnt ihr sogar noch weiter zurück in die Vergangenheit reisen und die Jagdtechniken der Steinzeit kennenlernen. Ein ganz besonderes Highlight, ganz in der Nähe der Burg, ist die Falknerei.
Ein Flug zurück ins Mittelalter

In der Fläming-Falknerei könnt ihr bei beeindruckenden Flugvorführungen mit verschiedenen europäischen Greifvögeln hautnah in die Kunst der Falknerei eintauchen. Ergänzend dazu werden naturpädagogische Wanderungen durch den Naturpark Hoher Fläming sowie informative Vorträge angeboten. Bereits zur Entstehungszeit der Burg Rabenstein vor rund 760 Jahren stand die Falknerei als jagdliche Kunst auf ihrem Höhepunkt. In diese Epoche fällt auch das berühmte Falkentraktat des deutschen Kaisers Friedrich II., „De arte venandi cum avibus“ („Von der Kunst, mit Vögeln zu jagen“). Einen Besuch in der Falknerei, vor oder nach eurer Burgbesichtigung, solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen.
Ganz gleich zu welcher Jahreszeit – ein Ausflug zur Burg Rabenstein lohnt sich immer. Gleichzeitig ist er die perfekte Gelegenheit, dem Trubel der Großstadt zu entkommen und die verborgenen Schätze sowie die Natur im Umland Berlins zu entdecken.