Im Restaurant Volkskammer wird die ostdeutsche Geschichte auf dem Teller serviert. Das Lokal bietet eine direkte Zeitreise in das Berlin der 80er Jahre und kombiniert traditionelle DDR-Gerichte mit einem Ambiente, das einem originalen Retro-Wohnzimmer gleicht.

Rinderroulade und Rote Brause
Das kulinarische Angebot konzentriert sich auf bekannte Klassiker der Ost-Küche. Der Einstieg gelingt stilecht mit einer eiskalten Roten Brause, die in kleinen Tüten zum Selbstanrühren auf den Tisch kommt. Ein zentrales Gericht auf der Speisekarte ist die hausgemachte Rinderroulade. Sie wird klassisch mit Apfelrotkohl und Klößen für 24,20 Euro angeboten. Alternativ steht ein Schweineschnitzel mit Leipziger Allerlei für 24,90 Euro zur Auswahl. Dazu serviert das Lokal Steakhaus-Pommes – ein bewusst gewählter moderner Touch, da solche Gerichte früher typischerweise von Salz- oder Bratkartoffeln begleitet wurden.
Den süßen Abschluss bildet der „Kalter Hund“. Der geschichtete Schokoladen-Keks-Kuchen kostet 5,80 Euro und weckt bei vielen Gästen unmittelbare Erinnerungen an die damalige Zeit. Die Speisekarten selbst greifen das historische Thema auf und sind mit dem Staatswappen der DDR gestaltet.
Historische Kulisse im Gastraum
Die Einrichtung der Volkskammer ist konsequent auf Nostalgie ausgerichtet. An der Außenfassade des Gebäudes wehen DDR-Fahnen, während der Innenraum mit roten Sesseln, orange-braunen Mustertapeten und alten Radios ausgestattet ist. An der Wand hängt das Porträt des ehemaligen Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker, daneben baumelt eine kleine Discokugel. An den Wänden finden sich neben alten Wimpeln und Urkunden auch zeitgenössische Uhren und humorvolle Schilder aus dem Arbeitsalltag. Dadurch wirkt das Restaurant fast wie eine kleine Zeitkapsel aus der DDR-Ära.
Zwischen alten Radios, DDR-Verpackungen, Porträts und originalen Möbelstücken wirkt das Restaurant fast wie ein kleines Museum der Alltagskultur. Gerade diese Mischung aus Nostalgie, Kuriosität und authentischer Atmosphäre macht den Besuch für viele so besonders.