Überall steigen die Preise – sei es beim Tanken oder beim Essen und Trinken. Klar gibt es in Berlin jede Menge tolle Ausgehorte und Cafés, doch viele davon überraschen mittlerweile mit stolzen Preisen, die einem schnell den Appetit verderben können. Umso schöner ist es, wenn man in der Stadt noch echte Schnäppchen und besondere Angebote entdeckt. Und davon gibt es in Berlin zum Glück einige: vom 39-Euro-Menü im Sternerestaurant bis hin zu einem kompletten Lunch auf Spendenbasis. Letzteren findet ihr im HeileHaus in der Waldemarstraße 36 in Kreuzberg. Versteckt in einem Hinterhof werden hier täglich wechselnde Gerichte angeboten. Das HeileHaus versteht sich dabei nicht nur als Ort zum günstigen Essen, sondern vor allem als niedrigschwellige Anlaufstelle für Gesundheitsförderung, soziale Unterstützung und Begegnung.

Die Angebote sollen grundsätzlich leicht zugänglich sein und richten sich insbesondere an Menschen mit geringem Einkommen sowie Menschen, die gesundheitlich oder psychosozial belastet sind. Das Besondere ist die Kombination: Unter einem Dach befinden sich ein Vereinscafé, eine Badestube mit Waschmöglichkeiten, Gesundheitsberatung sowie verschiedene Gruppen und Kurse. Das Vereinscafé ist aktuell montags bis donnerstags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Angeboten werden frisch zubereitete vegetarische und vegane Gerichte ohne industriellen Zucker, selbst gebackene Kuchen und Desserts sowie gluten- und allergenfreie Optionen. Das HeileHaus beschreibt das Konzept als „Küche für alle“ und betont, dass die Preise für jeden erschwinglich sein sollen.

Im HeileHaus kann man kostenlos duschen und seine Wäsche waschen. Die aktuellen Zeiten unterscheiden sich nach Geschlecht: Für Frauen steht die Badestube dienstags und donnerstags von 10 bis 16 Uhr zur Verfügung, für Männer montags, mittwochs und freitags von 10 bis 16 Uhr. Der letzte Einlass erfolgt 30 Minuten vor Schluss, die Waschmaschine kann letztmalig eine Stunde vor Schließung genutzt werden.
Die Badestube wird heute insbesondere von wohnungs- und obdachlosen Menschen genutzt, aber auch von anderen Menschen, die keinen ausreichenden Zugang zu entsprechenden sanitären Einrichtungen haben.