Durch düstere Gänge wandern, mysteriösen Geschichten auf den Grund gehen und sich erschrecken, was das Zeug hält: Gruselkabinette versprechen ein aufregendes Freizeiterlebnis für die ganze Familie. Besonders zur bevorstehenden Halloween-Saison sind schaurige Attraktionen gefragter denn je. Zu den bekanntesten gehört das Berlin Dungeon, das seine Besucher mit düsteren Geschichten aus der Vergangenheit der Hauptstadt und erschreckenden Live-Inszenierungen in seinen Bann zieht. Doch wer das Gruselspektakel noch einmal erleben möchte, sollte sich beeilen: Nach 13 Jahren stellt das Berlin Dungeon in Berlin-Mitte seinen Betrieb dauerhaft ein. Dieses Halloween bietet sich somit die letzte Gelegenheit für einen Besuch.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2013 konnten Besucher:innen hier in die düstersten Kapitel der Berliner Stadtgeschichte eintauchen. Professionelle Schauspieler:innen, aufwendig gestaltete Kulissen, Spezialeffekte und interaktive Live-Shows verwandelten historische Ereignisse in ein schauriges Erlebnis. Doch damit ist bald Schluss. Am Freitag, dem 6. November 2026, öffnet das Berlin Dungeon zum letzten Mal seine Türen. Ab Samstag, dem 7. November, bleibt die Attraktion in der Spandauer Straße 2 dauerhaft geschlossen.
Das Berlin Dungeon eröffnete 2013 im Herzen der Hauptstadt und entwickelte sich zu einer bekannten Touristenattraktion. Anders als in einem klassischen Museum wurden historische Ereignisse hier nicht anhand gewöhnlicher Ausstellungen vermittelt, sondern durch eine Mischung aus Live-Theater, Gruseleffekten und interaktiven Inszenierungen zum Leben erweckt. Besucher:innen bewegten sich in Gruppen durch verschiedene thematisch gestaltete Räume und begegneten dabei professionellen Schauspieler:innen, die historische Persönlichkeiten, zwielichtige Gestalten und Figuren aus den dunkleren Kapiteln der Berliner Vergangenheit verkörperten.Das Besondere an dem Konzept war, dass die Gäste nicht nur Zuschauer:innen blieben, sondern teilweise selbst in die Handlung einbezogen wurden. Dadurch entstand eine außergewöhnliche Mischung aus Geschichtsvermittlung, Gruselkabinett und Theater. Die rund einstündige Tour führte durch verschiedene Epochen der Berliner Geschichte, wobei historische Begebenheiten bewusst dramatisiert und mit schwarzem Humor, überraschenden Schreckmomenten und aufwendigen Spezialeffekten inszeniert wurden.
Zu den bekanntesten Attraktionen gehörte die sogenannte Pest-Straße, in der Besucher:innen mit den Schrecken der historischen Pestepidemien konfrontiert wurden. Auch der große Brand von Berlin wurde mithilfe aufwendiger Kulissen und Spezialeffekte nachgestellt. Besonders düster wurde es bei der Geschichte des Berliner Serienmörders Carl Großmann, dessen Verbrechen in der Show „Der Fall Marie N.“ thematisiert wurden. Dabei kam sogar moderne Hologramm-Technologie zum Einsatz. Für zusätzlichen Nervenkitzel sorgte der Indoor-Freifallturm „Exitus“, bei dem Besucher:innen in völliger Dunkelheit rund zwölf Meter in die Tiefe stürzten. Weitere Stationen beschäftigten sich mit dem Labyrinth der Hohenzollern und geheimnisvollen Tunneln. Damit bot das Berlin Dungeon weit mehr als eine gewöhnliche Geisterbahn und verband historische Erzählungen mit einem außergewöhnlichen Unterhaltungskonzept.

Die Entscheidung zur dauerhaften Schließung wurde vom Betreiber Merlin Entertainments bestätigt. Einen konkreten Grund für das Ende der Attraktion hat das Unternehmen bislang jedoch nicht öffentlich genannt. Der Betreiber erklärte, dass das eigene Attraktionsportfolio regelmäßig überprüft werde und die Entscheidung nach sorgfältiger Abwägung verschiedener Möglichkeiten getroffen worden sei. Ob wirtschaftliche Faktoren, rückläufige Besucherzahlen oder andere betriebliche Gründe eine Rolle spielten, bleibt damit offen.
Für den 30. und 31. Oktober 2026 wurden noch besondere Halloween-Veranstaltungen unter dem Namen „Blackout“ angekündigt. Dabei soll das ohnehin schaurige Erlebnis durch zusätzliche Dunkelheit und besonders intensive Schreckmomente verstärkt werden. Die Veranstaltungen richten sich ausschließlich an Erwachsene ab 18 Jahren.