Von Currywurst bis hin zu traditioneller deutscher Küche ist in Berlin kulinarisch einiges vertreten, doch auch die internationale Küche der Hauptstadt hat jede Menge zu bieten. Erst kürzlich ist ein neues indonesisches Café hinzugekommen – und passend dazu haben wir noch einen weiteren Tipp für euch: ammAmma ist ein familiengeführtes Restaurant für südindische und sri-lankische Küche in der Urbanstraße 28A in Berlin-Kreuzberg.

Hinter dem Konzept stehen die Familien Gulasingam und Gunasingham, die Gerichte nach Berlin bringen wollten, mit denen sie selbst aufgewachsen sind. Eine besondere Rolle spielen dabei die Großmütter der Familien und ihre über Generationen weitergegebenen Rezepte. Passend dazu lautet das Konzept des Restaurants „Eat like at your grandma’s place“. Auch der Name greift diese Familiengeschichte auf: „Amma“ bedeutet in mehreren südindischen Sprachen „Mutter“, während „Ammamma“ je nach Sprache und Region als Bezeichnung für die Großmutter verwendet wird.
Kulinarisch unterscheidet sich ammAmma von vielen klassischen indischen Restaurants in Berlin. Im Mittelpunkt steht nicht die hierzulande besonders bekannte nordindisch geprägte Küche mit schweren und cremigen Currys, sondern die Küche Südindiens und Sri Lankas. Traditionelle Familienrezepte werden dabei mit einer modernen und unkomplizierten Präsentation verbunden. Schon früh setzte das Restaurant beispielsweise auf Kokosmilch anstelle von Sahne und nahm handgemachte Spezialitäten wie Dosai in sein Angebot auf.
Auf der Speisekarte finden sich zahlreiche Brote, Reisgerichte und Streetfood-Spezialitäten. Dazu gehören unter anderem Paratha, Dosai, Idiyappam und Appam sowie Gerichte wie Hyderabadi Dum Biryani und Kottu Rotti. Im Jahr 2024 wurde die Speisekarte nach rund 14 Jahren umfassend überarbeitet, wobei der Fokus noch stärker auf authentische südindische und sri-lankische Spezialitäten gelegt wurde.

Zu den besonderen Gerichten gehört Kottu, für das Fladenbrot zerkleinert und anschließend mit verschiedenen Zutaten gebraten wird. Das Kozhi Kottu wird beispielsweise mit Hähnchen, Ei, Zwiebeln und Chili zubereitet und mit Jaffna-Currysoße serviert. Ebenfalls auf der Karte steht Kozhi Biryani mit Basmati-Reis, Hähnchen, Zwiebeln, Paprika, Nüssen und verschiedenen Gewürzen. Eine weitere Spezialität ist Masala Dosai, ein knuspriger Fladen auf Reisbasis mit einer würzigen Füllung aus Kartoffeln, Erbsen, Zwiebeln und Tomaten, der mit Sambar und Kokos-Chutney serviert wird.
Auch Vegetarier und Veganer finden eine größere Auswahl. Die Speisekarte umfasst eigene vegetarische und vegane Gerichte, darunter verschiedene Gemüse-Currys und südindische Spezialitäten. Wer sich vollständig vegan ernährt, sollte bei einzelnen Gerichten allerdings darauf achten, ob beispielsweise Ghee verwendet wird.