Der Sommer nähert sich langsam seinem offiziellen Ende, doch das bedeutet noch lange nicht, dass die Zeit für Ausflüge vorbei ist. Von Berlins außergewöhnlichstem Schaukelerlebnis für Kinder bis hin zum größten gemeinnützigen Kinder- und Familienzentrum haben wir euch bereits einige besondere Orte vorgestellt. Doch heute kommt ein neuer Top-Tipp dazu: Die Alte Fasanerie liegt in Lübars, einem Ortsteil im Norden Berlins, der mit seinen Feldern und weitläufigen Grünflächen für Hauptstadtverhältnisse erstaunlich ländlich wirkt.

In der Fasanerie 10 in Reinickendorf befindet sich die Kinder-, Jugend- und Familienfarm des Elisabethstifts. Dabei handelt es sich weniger um einen klassischen Streichelzoo oder Tierpark als vielmehr um einen pädagogischen Bauernhof, auf dem Natur, Tiere, Handwerk und gemeinschaftliche Aktivitäten miteinander verbunden werden. Besonders attraktiv für einen spontanen Familienausflug ist, dass für den Besuch der Alten Fasanerie grundsätzlich kein Eintritt verlangt wird. Familien können das Gelände erkunden und die dort lebenden Tiere besuchen, ohne zuvor ein Ticket kaufen zu müssen. Lediglich bei einzelnen Workshops und Freizeitangeboten können kleinere Materialkosten oder Teilnahmegebühren anfallen.
Auf dem Bauernhof leben verschiedene Tiere, die man sonst eher außerhalb der Großstadt erwarten würde. Dazu gehören unter anderem Ponys und Pferde, Ziegen, Schafe, Schweine, Kaninchen und Geflügel. Der Kontakt zu den Tieren gehört zum pädagogischen Konzept der Farm, denn Kinder sollen Natur und Landwirtschaft hier nicht nur beobachten, sondern möglichst unmittelbar erleben. So fühlt sich ein Besuch schnell nach einem kleinen Ausflug aufs Land an, obwohl man Berlin überhaupt nicht verlassen hat.

Am Wochenende wird mit der sogenannten FARMZEIT zusätzlich ein wechselndes Programm für Familien angeboten. Dabei können Kinder und Eltern gemeinsam an unterschiedlichen Aktionen rund um Natur, Kreativität und das Leben auf dem Bauernhof teilnehmen. Je nach Wochenende stehen beispielsweise Bastel- und Kreativangebote oder andere Aktivitäten auf dem Programm. Welche Aktionen konkret stattfinden, kann sich allerdings regelmäßig ändern.
Auch unter der Woche bietet die Alte Fasanerie verschiedene offene Freizeitangebote an. Je nach aktuellem Programm können Kinder beispielsweise töpfern, in der Holzwerkstatt kreativ werden oder sich mit Fahrrädern beschäftigen. Bei vielen dieser offenen Angebote ist keine vorherige Anmeldung erforderlich, sodass Familien während der jeweiligen Angebotszeiten spontan vorbeischauen und mitmachen können. Da sowohl die Aktivitäten als auch die Zeiten wechseln können, lohnt sich vor dem Besuch ein Blick auf das aktuelle Programm.
Wer nach Tieren, Natur und Workshops eine Pause braucht, muss das Gelände ebenfalls nicht verlassen. Auf dem Hof befindet sich das Café schöngrün, in dem unter anderem Kaffeespezialitäten sowie hausgemachte Kuchen und Torten angeboten werden. Damit lässt sich der Besuch auf der Farm problemlos mit einer gemütlichen Kaffeepause verbinden.
Nicht nur die Alte Fasanerie selbst, sondern auch ihre Umgebung macht den Ausflug besonders. Lübars gehört zwar noch zu Berlin, hat sich aber einen ausgesprochen dörflichen Charakter bewahrt. Rund um den Hof erstrecken sich Grünflächen, Felder und Wege, die sich für einen anschließenden Spaziergang eignen. Zwischen Bauernhoftieren und weiter Landschaft kann deshalb schnell das Gefühl entstehen, für ein paar Stunden ins Brandenburgische gefahren zu sein – obwohl man sich noch immer innerhalb der Berliner Stadtgrenzen befindet.