Berlin ist Hauptstadt in Sachen Kino! Durch die Berlinale und seine reiche Vielfalt an Arthouse-Kinos ohne Frage ein Paradies für Filmliebhaber:innen. Entdecke mit uns die ikonischsten und ungewöhnlichsten Kinos der Hauptstadt. Frei- und Sommerkino findet ihr hingegen hier.
Kino International

Das Kino International an der Karl-Marx-Allee zählt zu den außergewöhnlichsten Kinos Berlins: Als ikonisches Architekturjuwel und ehemaliges offizielles Premierenkino der DDR prägt es seit 1963 die Film- und Kulturgeschichte der Stadt. Nach einer 18-monatigen, denkmalgerechten Sanierung eröffnet es im Februar 2026 wieder und bildet gemeinsam mit dem zurückkehrenden Café Moskau und der legendären Mokka-Milch-Eisbar ein einzigartiges Ensemble und einen neuen kulturellen Place-to-be in Berlin.
Filmrauschpalast
Der Filmrauschpalast ist eines der eigenwilligsten Kinos Berlins. Er fühlt sich an wie ein winziges, selbstverwaltetes Wohnzimmerkino mit nur wenigen Sitzplätzen und funktioniert fernab jeder kommerziellen Logik mit starkem DIY-Charakter. Gezeigt werden experimentelle Filme, obskure Klassiker, Trash, Arthouse sowie liebevoll kuratierte Sonderreihen. Die Atmosphäre ist bewusst alternativ, eher ein Kunst- und Subkulturort als ein klassisches Kino, mit wechselnden, oft überraschenden Programmen.

Berlin wäre nicht die Kinostadt, wenn nicht auch das älteste Kino in Berlin und ganz Deutschlands hier eröffnet worden wäre! Schon 1907 eröffnete das Lichtspieltheater am Zickenplatz seine Pforten, das wir heute noch in Kreuzberg besuchen können – wenn auch unter einem anderen Namen. Hier werden jedes Jahr über 15 Filmfestivals veranstaltet auf einem Spektrum von Kinderprogramm bis PornFilmFestival.
Arsenal

Ein Kino der besonderen Art erwartet euch seit dem 3. Mai 2026 im silent green Kulturquartier in Wedding. Nach seinem Abschied vom Potsdamer Platz hat das traditionsreiche Kino Arsenal in der denkmalgeschützten Westhalle eines ehemaligen Krematoriums ein neues Zuhause gefunden. Der moderne Kinosaal bietet 169 Sitzplätze und präsentiert ein abwechslungsreiches Programm aus experimentellen Filmen, internationalen Filmklassikern und sorgfältig kuratierten Retrospektiven. Mit seiner außergewöhnlichen Architektur und seinem anspruchsvollen Filmprogramm gehört das Arsenal zu den spannendsten Adressen für Filmfans in Berlin.
Babylon in Mitte

1929 eröffnet, ist das Babylon nicht nur eines der ältesten sondern auch bekanntesten Kinos der Stadt – unter anderem auch wegen der gleichnamigen Serie. Bis heute bleibt es seinen Ursprüngen als Stummfilmkino treu, untermalt mit Orchester-Musik und einer hauseigenen Organistin. Jeden Samstag gibt es zudem gratis Vorstellungen zur Geisterstunde!
Anarchie mit Lichtblick

In einem ehemals besetzten Wohnhaus am Prenzlauer Berg findet ihr das als Verein geführte Kino im Miniformat. Es präsentiert ein ambitioniertes Programm mit alten und neuen Arthouse-Filmen, Retrospektiven sowie Spielfilmen und Sonderveranstaltungen. Besonders beliebt ist die wöchentliche Mitternachtsvorstellung von Casablanca, die lokalen Kultstatus erreicht hat!
Zoo Palast

Nach Renovierungen im Jahr 2013 wurde dieser Berlinale-Standort (ehemals das Festival-Hauptquartier bis 1999) neben dem Zoo wiedereröffnet. Mit sieben Leinwänden und insgesamt 1616 Sitzplätzen – davon fast 800 im größten Einzelsaal Berlins – ist es zwar offiziell ein Multiplexkino und damit schon fast ein bisschen Mainstream… aber man gedenke seiner Geschichte: Hier feierte unter anderem der Stummfilmklassiker „Metropolis“ 1927 Premiere.