
Wie Interlaken zwischen Thuner- und Brienzersee liegt, so liegt Buckow zwischen zwei Seen: dem Schermützelsee — dem größeren, belebteren „Hauptsee“ mit Promenade, Bootsverleih und Badeplätzen — und dem Buckower See, der kleiner, stiller und naturbelassener ist. Mehr Wald, weniger Betrieb, fast poetisch und meditativ. Zwar finden wir hier keine Alpen, doch die sanften Hügel der Märkischen Schweiz verleihen der Landschaft ein überraschend „schweizerisches“ Relief. Für Brandenburg ist diese Region außerdem ungewöhnlich hügelig und abwechslungsreich, mit markanten Aussichtspunkten wie dem Rummelsberg und klar gegliederten Landschaftskammern aus Wald, Wasser und Hügeln. Ein beliebter Wanderweg ist der Rundweg um den Schermützelsee.
Das Besondere an Buckow ist sein Charakter als staatlich anerkannter Kneipp-Kurort seit 2005. Das zeigt sich in Kneipp-Anlagen wie Wassertretbecken und Barfußpfaden, einem Fokus auf Gesundheit, Ruhe und Entschleunigung sowie im Kurpark und den Angeboten für sanfte Erholung und Therapie.

Im Vergleich zu Interlaken, das international, stark touristisch geprägt und infrastrukturell gut ausgebaut ist, wirkt Buckow wie sein intimes Gegenstück. Eine kleine Altstadt, wenige Straßen, Cafés, kleine Pensionen und Seehotels — alles familiär, überschaubar und gemütlich. Hier gibt es keinen Massentourismus, sondern eher ein Wochenend- und Naturpublikum. Spannend ist auch die Entstehung der Landschaft: Vor etwa 15.000–20.000 Jahren wurde die gesamte Region von Gletschern geformt. Davon zeugen Hügelketten aus Endmoränen, sogenannte Toteislöcher — die heute als Seen sichtbar sind — sowie geschwungene Täler und für Brandenburg ungewöhnlich steilere Uferbereiche.