Im Nordwesten Berlins wartet ein Naturparadies auf euch. Der Tegeler Forst im Bezirk Reinickendorf lockt ganzjährig Spaziergänger, Familien und Naturfreunde an. Am malerischen Tegeler See erwarten euch dichte Wälder, erfrischendes Wasser und etwas Geschichte.
Berlins Tegeler Forst vereint eindrucksvoll Natur und Geschichte. Wenn ihr dem Mix aus Natur und Geschichte auch Kultur hinzufügen wollt, dann schaut doch mal bei diesem musikalischen Erlebnis vorbei!
Naturdenkmal und Berliner Geschichte: Die Dicke Marie im Tegeler Forst

Tief im Wald verborgen steht ein echter Berliner Promi: die „Dicke Marie“. Diese imposante Stieleiche ist mit geschätzten 800 bis 900 Jahren der älteste Baum Berlins und hat schon so einiges miterlebt.
Ihren “charmanten” Namen verdankt sie den Humboldt-Brüdern Alexander und Wilhelm. Diese wuchsen im nahegelegenen Schloss Tegel auf und benannten den wuchtigen Baum nach ihrer beleibten Schlossköchin.
Die Eiche war schon damals ein beliebter Rückzugsort – selbst Johann Wolfgang von Goethe soll im Jahr 1778 im Schatten ihrer gewaltigen Krone geruht haben, als er Berlin besuchte.
Mitten im Wald: Die Binnendünen der Baumberge

Wer von der Dicken Marie aus tiefer in den Forst vordringt, reibt sich plötzlich die Augen: Mitten im Kiefernwald knirscht feiner Sand unter den Schuhen. Die sogenannten Baumberge sind eine seltene Binnendünenlandschaft, die am Ende der letzten Eiszeit durch aufgewehten Sand entstand.
Bis zu 30 Meter ragen diese bewaldeten Sandberge in die Höhe. Diese geschützte Landschaft bietet seltenen Pflanzen und Insekten ein Zuhause und verleiht dem Waldspaziergang ein surreales Flair.
Erholung pur am Tegeler See

Nur einen kleinen Fußmarsch von den Dünen und Baumriesen entfernt, schimmert das Wasser des Tegeler Sees durch das Blattwerk. Als zweitgrößter See Berlins ist er der perfekte Ort, um den Waldspaziergang entspannt ausklingen zu lassen und den Ausblick auf die Inseln zu genießen.
Flaniert über die Greenwichpromenade, dreht eine Runde mit dem Tretboot oder lasst euch mit einem kühlen Getränk am Ufer nieder. Hier spürt man sofort, warum der Berliner Norden so lebenswert ist.
So kommst ihr hin:
- Mit den Öffis: U6 bis zur Endstation Alt-Tegel. Von dort sind es nur wenige Gehminuten zur Greenwichpromenade und an den See. Alternativ bringt euch die S25 bis zur Station Tegel. Wer nicht laufen möchte, nimmt den Bus 133 oder 222 näher an den Forst heran.
- Mit dem Auto: Über die Stadtautobahn A111 Richtung Norden, Ausfahrt Waidmannsluster Damm / Hermsdorfer Damm. Rund um den Tegeler See und an den Rändern des Forsts gibt es diverse Parkmöglichkeiten (z.B. am Schwarzen Weg).