Mehr Sonnenschein, mehr Farbe in der Natur und ein langes Wochenende: Ostern in Deutschland steht bevor. Karfreitag (3. April), Ostersonntag (5. April) und Ostermontag (6. April) sind offizielle Feiertage. Zwar keine ganze Woche frei, aber genug Zeit, um die Tage mit Familie und Freund:innen zu genießen. Ob ihr in einem sizilianischen Garten unweit der Stadt mediterrane Luft schnappen oder in Berlin eines der traditionsreichsten Volksfeste besuchen wollt – die Auswahl ist groß. Wer außerdem ein großes Osterfeuer erleben möchte, sollte sich die Saisoneröffnung im Britzer Garten nicht entgehen lassen. Noch traditioneller und authentischer wird es hingegen bei diesem Event: Das sorbische Osterfest im Spreewald findet vom 3. bis 6. April 2026 im Freilandmuseum Lehde statt.
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Die Veranstaltung findet täglich etwa von 11:00 bis 17:00 Uhr statt. Der Eintritt liegt bei rund 8 €, ermäßigt entsprechend weniger, während Kinder je nach Alter meist freien Eintritt haben. Das Event zählt zu den authentischsten Ostererlebnissen in Brandenburg, da hier sorbische beziehungsweise wendische Traditionen nicht inszeniert, sondern tatsächlich gelebt werden.
Die Sorben sind eine slawische Minderheit in der Lausitz, zu der auch der Spreewald gehört. Ihre Osterbräuche zählen zu den ältesten und kunstvollsten Europas. Besonders das Verzieren von Ostereiern hat eine jahrhundertealte Tradition und wird bis heute mit großer Sorgfalt weitergegeben. Im Spreewald wird dieses kulturelle Erbe jedes Jahr besonders intensiv gepflegt – vor allem rund um Lübbenau.
Im Freilandmuseum erwartet euch ein vielseitiges Programm. Im Mittelpunkt steht das kunstvolle Verzieren sorbischer Ostereier, das als Highlight der Veranstaltung gilt. Besucher:innen können entweder selbst kreativ werden oder erfahrenen Künstler:innen bei der Arbeit zusehen. Dabei kommen traditionelle Techniken wie die Wachsbatik zum Einsatz, mit der filigrane Muster entstehen. Das Ganze ist weniger Bastelaktion als vielmehr gelebte Volkskunst.

in weiterer zentraler Bestandteil ist das sogenannte Walei, ein traditionelles Eierrollen. Dabei werden Eier einen Hügel hinuntergerollt – eine Mischung aus Spiel und Ritual. Der Brauch findet meist am Ostersamstag statt und gehört fest zur sorbischen Osterkultur. Ergänzend dazu gibt es Führungen und Osterspaziergänge durch das Museum, die Einblicke in die bäuerlichen Ostertraditionen des 19. Jahrhunderts geben. Dabei erfahrt ihr unter anderem, was es mit Begriffen wie der „Patensemmel“ auf sich hat und welche Bräuche traditionell zum Osterfest gehören.
Abgerundet wird das Programm durch kleine Marktstände mit regionalen Spezialitäten sowie süßen und herzhaften Snacks. Im Fokus steht dabei kein modernes Streetfood-Konzept, sondern eine authentische, regionale Genusskultur.

Auch das Setting trägt maßgeblich zur besonderen Atmosphäre bei. Blühende Obstbäume, historische Höfe und die idyllische Landschaft des Spreewalds schaffen eine Kulisse, die fast wie eine Zeitreise wirkt. Das Freilandmuseum selbst zeigt das Leben im Spreewald des 19. Jahrhunderts und macht die Traditionen dadurch noch greifbarer.
Ein besonderes Highlight ist die Anreise per Kahn. Während der Osterfeiertage werden Sonderfahrten angeboten, sodass ihr das Museum ganz typisch für den Spreewald über die Wasserwege erreichen könnt.
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