Kunst ist in der Hauptstadt alles andere als ein Fremdwort – Berlin gehört zu den wichtigsten europäischen Zentren, wenn es darum geht, außergewöhnliche Werke zu präsentieren. Das ganze Jahr über finden spannende Ausstellungen statt, die von avantgardistischen Positionen bis hin zu klassischen Meisterwerken alles bieten. Und selbst wenn eine Ausstellung einmal nicht den Geschmack trifft, gibt es immer ein Museum zu entdecken – von den berühmtesten bis zu den ausgefallensten. Seit dem 24. Oktober 2025 könnt ihr nun ein besonders exklusives Kunsterlebnis in der Alten Nationalgalerie in Berlin bis zum 15. Februar 2026 besuchen: Die Scharf Collection wird erstmals in diesem Umfang gezeigt – mit 150 bedeutenden Werken von Größen wie Goya, Monet, Cézanne, Bonnard und Grosse.

Entdeckt herausragende Werke von Auguste Renoir, Pierre Bonnard, Edgar Degas und Claude Monet. Die Ausstellung führt euch auf eine kunsthistorische Reise – von Goya und dem Realismus über die französischen Impressionisten und Kubisten bis hin zur zeitgenössischen Kunst. Die Scharf Collection ist der direkte Nachfolger der bedeutenden Berliner Privatsammlung Otto Gerstenbergs, die von den Anfängen der Moderne bei Goya bis zu Wegbereitern der französischen Avantgarde wie Gustave Courbet und Edgar Degas reichte. Gerstenbergs Tochter Margarethe Scharf gelang es, trotz zahlreicher Kriegsverluste einen Großteil der Sammlung über den Zweiten Weltkrieg hinweg zu bewahren. Die Enkel Walther und Dieter Scharf bauten auf den vererbten Werken eigene Sammlungen auf. Die Sammlung von Dieter Scharf ist seit 2008 als Dauerleihgabe an die Nationalgalerie in der Sammlung Scharf-Gerstenberg in Berlin-Charlottenburg zu sehen.
Walther Scharf und seine Frau Eve erweiterten den französischen Schwerpunkt der Kollektion um Werke von Claude Monet, Paul Cézanne, Pierre Bonnard, Henri Matisse und Pablo Picasso. Sohn René Scharf und seine Frau Christiane richteten den Fokus hingegen stärker auf zeitgenössische Kunst – insbesondere auf Malerei sowie das Spannungsfeld zwischen figurativen und abstrakten Bildwelten – und führten die Sammlung mit Werken von Sam Francis, Sean Scully, Daniel Richter und Katharina Grosse konsequent in die Gegenwart.

Die Scharfs treten mit dieser Sammlung – trotz ihrer bisherigen Anonymität – nun ins Rampenlicht und präsentieren 150 ausgewählte Werke in der Alten Nationalgalerie. Bis zum 15. Februar 2026 könnt ihr die Ausstellung in Berlin besuchen. Der erste Saal widmet sich vollständig der Privatsammlung: Ein Hauptwerk reiht sich an das nächste. Im Zentrum steht Pierre Bonnards Gemälde „Die große Badewanne“ (1937/39) als absoluter Blickfang. Auf der linken Wand hängen Werke von Claude Monet, vom frühen „Bauernhof in Chailly“ (1867) bis zur „Waterloo Bridge“ von 1903. Auf der rechten Wand begegnet ihr Paul Cézanne, einem der bedeutendsten Wegbereiter der Moderne – besonders beeindruckend ist das „Haus mit rotem Dach“ von 1890.
Der zweite Saal beginnt mit einem weiteren Werk Bonnards, der lebendigen Ansicht der „Place de Clichy“ (1906). Im rechten Seitensaal könnt ihr zudem staunen: 19 Kleinbronzen von Honoré Daumier, darunter Köpfe von Parlamentariern der Julimonarchie ab 1830 sowie die 1851 geschaffene Vollfigur „Ratapoil“, die Daumier als Typus des politischen Unruhestifters gestaltet hat. Auch Werke von Eugène Delacroix, Camille Corot und Gustave Courbet dürfen selbstverständlich nicht fehlen.
Eine so umfassende Ausstellung der Scharf Collection wird erstmals überhaupt präsentiert – also zögert nicht und sichert euch eure Tickets!
📍 Adresse: Alte Nationalgalerie, Schloßstraße 70, 14059 Berlin