Im Lilienthalpark hat der Flugpionier Otto Lilienthal ab dem Jahr 1894 ein wichtiges Kapitel der globalen Luftfahrtgeschichte geschrieben, indem er sich immer wieder wagemutig von einem kleinen, künstlich aufgeschütteten Hügel herab stürzte.
Wir begeben uns auf die Spuren Lilienthals in Berlin! Von der ersten Beobachtung der Vögel im Kindesalter bis zum tragischen Ende eingespannt im Fluggerät. Und wenn ihr noch weiter hinaus wollt (vielleicht sogar bis zu den Sternen), dann schaut mal bei diesem tollen Konzert vorbei!
Pionier Otto Lilienthal: Ein Leben für den Flug

1848 in Anklam (nahe der Ostsee) geboren, beobachtete Lilienthal schon in jungen Jahren mit seinem Bruder Gustav fasziniert den Flug der Störche. Dabei hatte er eine Erkenntnis: Es ist nicht die bloße Muskelkraft, sondern die gewölbte Form der Vogelflügel, die Auftrieb erzeugt.
In seinem Werk „Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst“ (1889) beschrieb später der Maschinenbau-Ingenieur Lilienthal die Aerodynamik, die die Grundlage zum Flugzeugbau bildet. Dabei wollte er die Flugbahn durch Schwerpunktverlagerung seines Körpers so steuern, dass er einen kontrollierten und sicheren Flug schaffen konnte.
Die weltweite Sensation und der Ikarusflug

Da Lilienthal für seine waghalsigen Versuche eine ordentliche Starthöhe benötigte, ließ er auf dem Gelände einer Ziegelei einen 15 Meter hohen Kegel aus Abraum aufschütten. Von diesem Mini-Berg aus segelte er bei über 1.000 Testflügen bis zu 80 Meter weit durch die Luft. Eine absolute Sensation in der damaligen Zeit, die weltweit für Schlagzeilen sorgte.
1896 wurde Lilienthal bei einem Flug in Stölln im Havelland von einer Sonnenböe erfasst und verunglückte daraufhin tödlich. Danach wollte man sein Erbe gebührend ehren. So beschloss die Stadt in den 1930er Jahren, das Areal zu einem Gedenkpark umzuwandeln.
Ein idyllischer Spot abseits des Berliner Trubels

Der Park rund um den Fliegeberg ist heutzutage ein friedlicher Ort, der sich super für einen Spaziergang anbietet. Erklimmt den ehemalige Starthügel und entdeckt oben angekommen eine bronzene Erdkugel unter einer diskusförmigen Halle, die für immer an Otto Lilienthal erinnert.
Mit dem Auto parkt ihr am besten in den umliegenden Wohnstraßen der Schütte-Lanz-Straße. Mit den Öffis fahrt ihr zur S-Bahn-Station Osdorfer Straße und erreicht den Park in einem kurzen Fußweg.
📍 Schütte-Lanz-Straße 43, 12209 Berlin
📆 Ganzjährig, 24/7 zugänglich
⏳ ca. 30 Minuten für den Park und die Gedenkstätte
💵 Kostenlos
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