Die Berliner Clubszene ist weltweit bekannt und für viele Musikfans ein echtes Sehnsuchtsziel. Menschen aus aller Welt reisen in die deutsche Hauptstadt, um einmal Teil der legendären Partynächte zu werden und bis in die Morgenstunden zu tanzen. Manche zieht es in den wohl berühmtesten Club der Stadt, dessen Türpolitik fast genauso legendär ist wie die Partys selbst. Andere entdecken lieber kleinere, versteckte Urban-Clubs, in denen sonntags barfuß gefeiert wird und ein Dresscode keine Rolle spielt. Clubs gibt es in Berlin zwar viele – doch ein neuer schadet nie. Umso spannender ist der jüngste Neuzugang der Technoszene: Am Samstag, den 14. März, wird der neue Club C115 mit einer großen Opening-Party und internationalen DJs offiziell eröffnet. Seine Location ist dabei besonders außergewöhnlich – die Tribüne der ehemaligen AVUS-Rennstrecke.

Der Club befindet sich an der Adresse Messedamm 23 in Berlin-Westend, auf der Tribüne der ehemaligen AVUS-Rennstrecke. Die AVUS (Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße) zählt zu den ältesten Rennstrecken Deutschlands. Sie wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts angelegt und diente sowohl als Rennstrecke als auch als Teststrecke für Automobile.
Die heutige Tribüne steht unter Denkmalschutz. Sie wurde 1936 errichtet und bot damals Tausenden Zuschauer:innen Platz bei Autorennen. Nachdem die großen Rennen in den 1950er-Jahren eingestellt wurden, verlor das Bauwerk jedoch seine ursprüngliche Funktion und blieb lange Zeit ohne klare Nutzungsperspektive.
Mit dem Club erhält die historische Tribüne nun eine neue kulturelle Nutzung. Der Clubbetrieb startete bereits Anfang Dezember 2025 auf der AVUS-Tribüne. Die erste große Party fand am 6. Dezember 2025 statt, bei der unter anderem Aleqs Notal, Adriana Lucid und DJ Durbin auflegten. Eine größere offizielle Opening-Party ist für den 14. März 2026 angekündigt, bei der unter anderem Ciel, Lena Willikens, DJ Durbin und Regularfantasy auftreten.

Der Club C115 befindet sich in der ehemaligen Sprecherkanzel der Tribüne, einem verglasten Bereich mit großen Panoramafenstern, die direkt auf die Autobahn blicken. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Atmosphäre: Während im Inneren elektronische Musik gespielt wird, zieht draußen der Verkehr der Stadtautobahn vorbei. Der Club bietet Platz für rund 400 Gäste. Die Location wurde mit einem professionellen Soundsystem und einem modularen Lichtkonzept ausgestattet. Gleichzeitig blieb die ursprüngliche Architektur erhalten: Der historische Beton- und Stahlbau sowie die großen Glasfronten prägen weiterhin das Erscheinungsbild des Gebäudes.
Das Konzept setzt bewusst auf eine Mischung aus industrieller Architektur, historischer Atmosphäre und moderner Clubtechnik. Hinter dem Projekt steht der Musiker und Gastronom Nico Mohammadi, der die Location übernahm, nachdem der vorherige Mieter das Objekt verlassen hatte. Inhaltlich unterscheidet sich das Konzept von vielen klassischen Berliner Clubs. Statt eines festen wöchentlichen Betriebs setzt das C115 auf ein kuratiertes Veranstaltungsprogramm. Geplant sind ausgewählte Clubnächte, Listening-Sessions, Tagesveranstaltungen, Filmvorführungen und weitere kulturelle Events.