
Gegründet wurde das Kloster Chorin von den Askaniern, dem Herrschergeschlecht der Mark Brandenburg. Es diente als Hauskloster und Grablege der brandenburgischen Markgrafen. Im 16. Jahrhundert wurde es im Zuge der Reformation aufgelöst und verfiel anschließend über Jahrhunderte hinweg. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Anlage aufwendig gesichert und gilt heute als eines der bedeutendsten gotischen Klosterensembles Deutschlands. Dabei handelt es sich nicht um eine rekonstruierte Fantasieruine, sondern um echte mittelalterliche Bausubstanz.
Besonders die Architektur beeindruckt mit ihrer norddeutschen Backsteingotik in ihrer reinsten Form. Die monumentale Klosterkirche, bewusst ohne Turm errichtet, entfaltet eine schlichte und zugleich eindrucksvolle Wirkung. Der Kreuzgang mit seinen eleganten Spitzbögen verbindet die einzelnen Gebäudeteile und lädt zum ruhigen Verweilen ein. Zu den zentralen Räumen zählen die Sakristei, der Kapitelsaal sowie das Refektorium, die einen eindrucksvollen Einblick in das frühere klösterliche Leben ermöglichen. Die offenen, weitläufigen Innenhöfe vermitteln dabei ein Gefühl von Ruhe, Klarheit und Ordnung.

Auch die Lage des Klosters Chorin ist besonders reizvoll: direkt am Amtsee gelegen und umgeben von Seen, Wäldern und sanften Hügeln entfaltet sich hier eine malerische Landschaft. Als Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin bietet die Umgebung ideale Voraussetzungen für Spaziergänge an der frischen Luft und inmitten unberührter Natur – ob allein, mit der Familie oder bei einem entspannten Date.
Darüber hinaus ist das Kloster für seinen Choriner Musiksommer bekannt, bei dem regelmäßig Klassik-, Chor- und Kammerkonzerte sowie Auftritte internationaler Künstler stattfinden. Ergänzt wird das Kulturangebot durch Lesungen, Ausstellungen und verschiedene Kulturfeste. Ein Ort also, der nicht nur durch seine Architektur und Lage beeindruckt, sondern auch durch ein vielfältiges kulturelles Leben.