Ihr wollt ins Grüne, idyllisch sitzen, etwas essen und trinken und am Ende vielleicht noch durch kleine Läden bummeln? All das an einem Ort zu finden, ist gar nicht so einfach. Doch tatsächlich gibt es in Berlin einige Spots, die genau diese Mischung bieten. Das Café am Neuen See ist beispielsweise perfekt, um mitten im Grünen im Biergarten zu entspannen oder sich ein Boot für eine kleine Auszeit auf dem Wasser zu mieten. Wem danach noch der gemütliche Bummel fehlt, sollte sich für diesen Sommer ein ganz besonderes Hinterhof-Ensemble merken: die Heckmann-Höfe. Mitten in Berlin-Mitte versteckt sich hier eine kleine Oase aus historischen Innenhöfen, Restaurants, Ateliers und Kunsthandwerk – ein Ort, den selbst viele Berliner:innen noch nicht kennen.

Die Heckmann-Höfe liegen in der Oranienburger Straße 32 in Berlin-Mitte. Die nächstgelegenen Stationen sind der U-Bahnhof Oranienburger Tor sowie die S-Bahn-Station Oranienburger Straße und der Hackesche Markt.
Die Geschichte der Heckmann-Höfe reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Das Gebiet gehörte damals zur entstehenden Spandauer Vorstadt und wurde zunächst für Wohnhäuser, Stallungen und den Holzhandel genutzt. Im Jahr 1858 entstand auf dem Gelände eine Holzhandlung mit einer Remise für Pferde und Wagen. Der markante Pferdekopf der Remise ist bis heute erhalten geblieben und erinnert an die frühe Geschichte des Ensembles.
Im Jahr 1905 kaufte die Industriellenfamilie Heckmann das Areal, wodurch die Höfe ihren heutigen Namen erhielten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude verstaatlicht und während der DDR-Zeit von der kommunalen Wohnungsverwaltung genutzt. Erst nach der Wiedervereinigung wurden die historischen Gebäude umfassend saniert und als Kultur- und Kreativort wiederbelebt.

Besonders macht die Heckmann-Höfe vor allem ihre ruhige und fast versteckte Atmosphäre. Während die benachbarten Hackeschen Höfe oft von Besuchern überlaufen sind, geht es hier deutlich entspannter zu. Die Innenhöfe mit ihrem Kopfsteinpflaster, kleinen Brunnen, Rosen und Backsteinfassaden wirken beinahe mediterran und vermitteln das Gefühl, eine geheime Ecke Berlins entdeckt zu haben.
Heute haben sich die Heckmann-Höfe zu einem kleinen Kreativquartier entwickelt. In den historischen Gebäuden befinden sich individuelle Boutiquen, Designstudios, Ateliers, Galerien und Kunsthandwerksläden. Statt großer Ketten setzen die Höfe bewusst auf kleine, unabhängige Konzepte und kreatives Handwerk.
Auch kulinarisch haben die Höfe einiges zu bieten. Mehrere Restaurants und Cafés laden vor allem in den Sommermonaten dazu ein, in den Innenhöfen zu sitzen und die besondere Atmosphäre zu genießen. Die gemütlichen Außenbereiche sorgen für ein fast südeuropäisches Flair mitten in Berlin.