Dinner und Übernachtung in einem ehemaligen Frauengefängnis oder die Lieblingsschokolade in einer alten Apotheke kaufen – Berlins Gastroerlebnisse haben es in sich. Orte, die früher einem ganz anderen Zweck dienten, wurden heute für moderne und außergewöhnliche Konzepte völlig neu gedacht. Und genau darunter fällt auch ein besonderes kulinarisches Kulturhaus in Charlottenburg: DUFTE Berlin ist weit mehr als ein klassisches Restaurant oder ein gewöhnlicher Food Court. Der Ort bezeichnet sich selbst als „kulinarisches Kulturhaus“ und vereint auf mehr als 1.000 m² Innenfläche gleich mehrere gastronomische und kulturelle Konzepte unter einem Dach.

Ein Beispiel der Berliner Moderne
Unter einem Dach befinden sich vier eigenständige Küchen, zwei Bars, ein Café, eine Bäckerei, ein Kunstraum und ein wechselndes Kulturprogramm. Hinzu kommt ein Außenbereich mit Biergarten. Das Konzept ist darauf ausgelegt, dass Gäste hier zu unterschiedlichen Tageszeiten vorbeikommen können – vom ersten Kaffee am Morgen über Mittag- und Abendessen bis hin zu Drinks am Abend.
Zu finden ist Dufte in der Kantstraße 127 in Charlottenburg, zwischen Stuttgarter Platz und Savignyplatz. Besonders außergewöhnlich ist dabei das Gebäude selbst. Dufte befindet sich im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Kant-Garagenpalasts und nutzt unter anderem den Bereich einer ehemaligen Tankstelle. Der historische Garagenbau stammt aus den späten 1920er-Jahren und gilt als bedeutendes Beispiel der Berliner Moderne. Dufte bezeichnet den Kant-Garagenpalast als eine der ältesten erhaltenen Hochgaragen Europas. Ein besonderes architektonisches Merkmal ist die historische Doppelhelix-Rampe, über die Fahrzeuge einst innerhalb des Gebäudes nach oben und unten gelangen konnten. Dufte ist noch relativ neu in der Berliner Gastroszene. Die Eröffnung fand Ende Mai 2026 statt.

Eine kulinarische Reise um die Welt
Kulinarisch setzt Dufte auf mehrere eigenständige Konzepte. Bei Mani in Pasta dreht sich alles um frische, handgemachte Pasta, die à la minute zubereitet wird. Abuya – Hummus Culture bringt Levante-Küche mit einem besonderen Fokus auf Hummus ins Haus. Ungewöhnlicher wird es bei The Curried Cactus, wo indische und mexikanische Küche aufeinandertreffen – kulinarisch also Mumbai auf Mexico City. TACHO wiederum interpretiert deutsche Küche auf moderne und ungezwungene Weise. Ergänzt werden die vier Küchen durch das Domberger Brot-Werk, eine Berliner Sauerteigbäckerei. Für eine Scheibe Brot werden hier laut Dufte rund 24 Stunden Herstellungszeit benötigt.
Auch bei den Getränken geht das Konzept über eine gewöhnliche Restaurantbar hinaus. Dufte besitzt zwei unterschiedliche Bars. Der große Tresen verfügt über neun Zapfhähne und serviert unter anderem ein eigenes Hausbier. Dieses wurde speziell für Dufte entwickelt und basiert auf der Neuinterpretation eines rund 400 Jahre alten fränkischen Rezepts. Gebraut wird es von der Berliner Brauerei Fürst Wiacek. Daneben gibt es unter anderem Spritz-Drinks und Highballs. Die zweite Bar trägt den Namen „Wein & Sprit“ und bietet rund 40 Positionen auf der Weinkarte. Die Getränkeauswahl ist dabei auf die unterschiedlichen Gerichte der Küchen abgestimmt.