Zu Silvester noch ausgelassen gefeiert und jetzt langsam im neuen Jahr angekommen? Wer in Berlin lebt, kann sich eigentlich nur freuen – denn die Hauptstadt hat immer Überraschungen auf Lager. Innovationen und Neueröffnungen gehören hier zum Alltag: 2026 dürfen wir uns auf einen neuen Clubbetrieb am ehemaligen Flughafen TXL freuen, und schon viel früher, am 15. Januar, steht mit dem ersten NBA-Spiel in Deutschland ein echtes Highlight an. Ob Party, Sport, Kunst oder Kultur – Berlin ist Spitzenreiter, wenn es um Neues geht. Doch nicht immer ist es das Neue, das uns glücklich macht. Es sind auch die Orte und Dinge, die Berlin zu dem machen, was es ist. Während wir uns glücklicherweise nicht von der Wilden Renate verabschieden mussten, haben andere Lieblinge der Stadt tatsächlich Adieu gesagt. Und genau die wollen wir zurück! Das sind unsere Top 3 der Comebacks, die wir uns für Berlin wünschen.
1. Der Kulturzug nach Breslau

Musik, Lesungen und Fahrten nach Breslau für 27 Euro – das war der legendäre Kulturzug nach Breslau, dessen Betrieb im Dezember 2025 aufgrund zu hoher Finanzierungskosten und fallender Fahrgastzahlen eingestellt wurde. Und wir wissen: Nicht nur wir vermissen ihn schon jetzt. Der Zug war eine beliebte Verbindung für Berliner:innen, die dort Unterhaltung, Begegnungen und Sprachaustausch genießen konnten. Während der Nachtzug nach Paris mit dem European Sleeper doch noch gerettet wurde, fragen wir uns, ob es auch für den Kulturzug noch eine neue Chance gibt?
2. Das SchwuZ

Eine der wichtigsten queeren Institutionen Deutschlands musste im November 2025 aufgrund von Insolvenz schließen. Die Schließung des SchwuZ war wohl das schwerste Goodbye des vergangenen Jahres. Nach langen Hoffnungen und intensiven Gesprächen mit potenziellen Investor:innen fand sich letztlich keine Partei, die bereit war, das SchwuZ zu übernehmen und weiterzuführen. Ein harter Einschnitt – denn seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1977 zurück, als es als Schwulenzentrum gegründet wurde: ein politischer, sozialer und kultureller Treffpunkt für die queere Community, lange bevor queeres Leben sichtbar oder gesellschaftlich akzeptiert war. Das Ende einer Ära, das wir nicht akzeptieren wollen – denn ohne das SchwuZ ist Berlin einfach nicht dasselbe!
3. Das Restaurant im Eierhäuschen

Erst im Februar 2024 eröffnet und bereits am 14. Dezember 2025 wieder geschlossen: Das Restaurant Ei-12437-B im Eierhäuschen war lange auf der Suche nach Nachfolger:innen, musste aber letztlich aufgrund zu geringer Gästezahlen seine Türen schließen. Die Kundschaft konzentrierte sich vor allem auf die Wochenenden – einige kamen gezielt aus der Nachbarschaft, andere eher spontan auf Kaffee und Kuchen, jedoch ohne die Absicht, viel Geld auszugeben. Zusätzlich schränkten Bauarbeiten in den Monaten September und Oktober den Betrieb des Biergartens erheblich ein. Für den Standort selbst gibt es jedoch Hoffnung: Das Eierhäuschen steht erneut vor einem Neuanfang. Grün Berlin plant eine neue gastronomische Nachfolge und sieht darin sowohl kulturelles als auch wirtschaftliches Potenzial für den gesamten Spreepark. Die Wiedereröffnung ist für 2027 angesetzt – wir bleiben gespannt!