Anfang dieses Monats konnten wir den zweiten Vollmond des Jahres erleben – den sogenannten Schneemond. Und erst gestern, am 17. Februar 2026, dem Chinesischen Neujahr, fand eine ringförmige Sonnenfinsternis statt. Dabei zog der Mond vor der Sonne vorbei, bedeckte einen Großteil von ihr, konnte sie aufgrund seiner größeren Entfernung zur Erde jedoch nicht vollständig verdecken – dadurch blieb ein leuchtender Ring aus Sonnenlicht um die dunkle Mondscheibe sichtbar. In ihrer vollen „Ring of Fire“-Form war die Sonnenfinsternis allerdings nur über der abgelegenen Antarktis zu sehen. Und was steht nun als Nächstes am Himmel auf dem Programm? In der Nacht vom 2. auf den 3. März 2026 findet eine totale Mondfinsternis statt – jenes astronomische Ereignis, bei dem der Vollmond vollständig in den Erdschatten eintaucht. Dabei wird das Sonnenlicht in der Erdatmosphäre gebrochen, sodass der Mond für kurze Zeit rötlich erscheint. Genau deshalb wird dieses faszinierende Phänomen im Volksmund auch „Blutmond“ genannt.

Während einer totalen Mondfinsternis steht die Erde genau zwischen Sonne und Mond. Das direkte Sonnenlicht wird dabei in der Erdatmosphäre gebrochen und gestreut: Blaues Licht wird stärker gestreut als rotes, sodass überwiegend rötliches Licht den Mond erreicht – und ihm diese charakteristische Farbe verleiht.
Die totale Mondfinsternis am 3. März 2026 verläuft in mehreren Phasen. Zunächst tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein – dieser Abschnitt ist noch relativ unscheinbar. Anschließend beginnt die partielle Phase, sobald der Kernschatten die Mondscheibe berührt. Darauf folgt die totale Phase: Der Mond befindet sich nun vollständig im Erdschatten und erscheint in einem eindrucksvollen Rotton. Zum Schluss verlässt er nach und nach den Schatten, bis die Finsternis vollständig endet.
Die gesamte Finsternis dauert mehrere Stunden, wobei die totale Phase rund 58 Minuten anhält – also fast eine volle Stunde, in der der Mond in rötliches Licht getaucht ist. Allerdings ist die totale Mondfinsternis nicht überall auf der Welt gleichzeitig sichtbar. Entscheidend ist, ob der Mond zum Zeitpunkt des Ereignisses über dem Horizont steht. Besonders gut zu beobachten ist der Blutmond in Nordamerika – vor allem an der Westküste der USA und in Kanada –, in Ostasien (etwa in Japan und Teilen Chinas), in Australien und Neuseeland sowie in weiten Teilen des Pazifikraums.
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In Europa – also auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz – ist die totale Mondfinsternis leider nicht sichtbar. Der Grund ist simpel: Während der entscheidenden Phase steht der Mond hier unter dem Horizont beziehungsweise es ist bereits Tag. Auch wenn die Finsternis zeitgleich weltweit stattfindet, befindet sich der Mond aus europäischer Perspektive nicht am Himmel.
Ob eine Mondfinsternis beobachtet werden kann, hängt nämlich ausschließlich davon ab, ob der Mond zum Zeitpunkt seines Eintritts in den Erdschatten über dem Horizont steht. Am 3. März 2026 fällt die totale Phase genau in die Stunden, in denen in Europa früher Morgen oder bereits Tageslicht herrscht – der Mond ist zu diesem Zeitpunkt schon untergegangen.
Wer den nächsten von Deutschland aus sichtbaren „Blutmond“ erleben möchte, muss sich daher noch etwas gedulden: Die nächste gut sichtbare totale Mondfinsternis wird hier voraussichtlich erst am 31. Dezember 2028 stattfinden.