Dass die Berliner Clubszene weltweit als legendär gilt, ist längst keine Neuigkeit mehr. Von Berghain über KitKat bis hin zum Tresor: Die Clubs der Hauptstadt sind international bekannt, jeder will einmal hineinkommen, fürchtet sich vor den strengen Türregeln und fragt sich, was hinter den berühmt-berüchtigten Türen passiert. Und das ist längst nicht die ganze Liste: Zahlreiche weitere Berliner Clubs haben sich international einen Namen gemacht. Nun wurde dieser Ruf erneut bestätigt: In einem neuen Ranking von „Time Out“ aus dem Jahr 2026 wurde das Sisyphos zum besten Club Europas gewählt.

Das britische Lifestyle-Magazin Time Out hat im September 2026 seine Liste der zehn besten Clubs Europas veröffentlicht. Dafür befragte das Magazin lokale Nightlife-Autor:innen und Expert:innen aus verschiedenen europäischen Städten und ließ sie jeweils den besten Club ihrer Stadt auswählen. Time Out weist selbst darauf hin, dass es sich um eine subjektive Auswahl handelt, die als Orientierung für das Nachtleben in den jeweiligen Städten dienen soll.
Auf Platz eins landete das Berliner Sisyphos. Damit wurde der Club in Berlin-Rummelsburg von Time Out zum besten Nachtclub Europas in diesem Ranking gewählt. Das Sisyphos befindet sich in der Hauptstraße 15 auf dem Gelände einer ehemaligen Fabrik, in der früher Hundekuchen produziert wurden. Time Out beschreibt das Sisyphos als eine Art „permanentes Sommerfestival“. Besonders der große Außenbereich und die verschiedenen Floors machen laut dem Magazin den besonderen Reiz des Clubs aus. Das Sisyphos verfügt über fünf Bühnen beziehungsweise Floors und einen großen Open-Air-Garten. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die eher an ein Festival oder eine kleine Parallelwelt als an einen klassischen Berliner Nachtclub erinnert.

Das Konzept verbindet Entspannung und Party. Besucher:innen können zwischen verschiedenen Musikbereichen wechseln, Zeit im Garten verbringen oder sich in ruhigere Bereiche zurückziehen. Musikalisch stehen unter anderem Techno, House und Disco auf dem Programm. Time Out beschreibt außerdem, dass sich eine Nacht im Sisyphos problemlos über viele Stunden bis in den nächsten Tag ziehen kann.
Auch der Kleidungsstil spielt in der Beschreibung von Time Out eine Rolle. Das Magazin empfiehlt, sich nicht unbedingt im typischen Berliner Club-Schwarz zu zeigen, sondern stattdessen auf ein extravagantes und auffälliges Outfit zu setzen. Als Beispiel nennt Time Out eine pinke Kunstpelzjacke kombiniert mit einer Hose im Zebramuster. Auch Neonfarben und auffällige Prints würden zum Stil des Clubs passen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ein bestimmtes Outfit den Einlass garantiert. Der Outfit-Tipp ist eher als Empfehlung für den Stil des Sisyphos zu verstehen und nicht als garantierter Weg hinein. Zum besonderen Konzept des Clubs gehört außerdem ein Fotoverbot. Laut Time Out dürfen im Sisyphos keine Fotos gemacht werden, wodurch ein Teil des Erlebnisses bewusst außerhalb von Instagram und anderen sozialen Netzwerken bleibt.
Das Festival-Flair des Sisyphos hat eine längere Geschichte. Der Club entstand auf dem Gelände der ehemaligen Hundekuchenfabrik und wurde ab 2008 von Künstler:innen übernommen und weiterentwickelt. Der ursprüngliche DIY-Charakter ist bis heute Teil des Konzepts. Vor allem der große Außenbereich ist inzwischen ein wichtiger Bestandteil des Clubs.