Wer die Stille der brandenburgischen Wälder sucht und gleichzeitig mit einem Panorama der Extraklasse belohnt werden möchte, kommt an den Rauener Bergen nicht vorbei. Nur einen Steinwurf vom mondänen Kurort Bad Saarow entfernt, erhebt sich diese markante Hügelkette und bietet eines der schönsten Naturerlebnisse östlich von Berlin.
Auf dem Aussichtsturm – 40 Meter über dem Waldboden
Das Herzstück der Region ist zweifellos der Aussichtsturm Rauener Berge. Mit einer stolzen Höhe von 40 Metern ragt die Stahlkonstruktion weit über die Wipfel der Kiefern und Buchen hinaus. Wer die Stufen erklimmt, merkt schnell: Die Mühe lohnt sich. Oben angekommen, eröffnet sich eine großartige Sicht, die bei klarem Wetter weit über die märkische Streusandbüchse reicht. Im Süden glitzert der Scharmützelsee, das „Märkische Meer“, in der Sonne, während im Nordwesten die Skyline von Berlin am Horizont tanzt. Sogar die markante Kuppel von Tropical Islands lässt sich in der Ferne ausmachen.

Um die Region in ihrer vollen Pracht zu erleben, empfiehlt sich eine abwechslungsreiche Rundtour von etwa vier Stunden. Der ideale Startpunkt ist der Wanderparkplatz in Rauen. Von dort führt der Weg zunächst stetig bergauf durch schattige Mischwälder zu den sagenumwobenen Markgrafensteinen. Diese gigantischen Findlinge – die größten Brandenburgs – sind stumme Zeugen der letzten Eiszeit und ein beeindruckendes Fotomotiv.
Nach dem Besuch der Steine geht es weiter zum Aussichtsturm, um das Panorama zu genießen. Von der Turmspitze führt die Route anschließend bergab in Richtung des idyllischen Kurparks von Bad Saarow, wo man kurz das maritime Flair des Scharmützelsees schnuppern kann, bevor der Weg über sanfte Waldpfade wieder zurück nach Rauen führt.
Kulinarische Einkehr in Bad Saarow

Eine Wanderung ist erst dann vollkommen, wenn auch der Gaumen verwöhnt wird. Nur einen Katzensprung von den Wanderwegen entfernt, lädt in Bad Saarow beispielsweise der gemütliche „Biergarten am Scharmützelsee“ oder das lässige „Beach House Bad Sarrow“ zur Rast ein.
Hier kann man bei ehrlicher märkischer Küche oder einem saftigen Burger, einem frisch gezapften Bier oder einer hausgemachten Schorle die Beine ausstrecken, den Blick über das glitzernde Wasser schweifen lassen und die gesammelten Eindrücke der Tour Revue passieren lassen.