Naschfans, Koffeinliebhaber und Genießer haben es richtig gut in der City, denn wer sich zwischendurch etwas Leckeres gönnen möchte, muss dafür längst nicht in einem langweiligen Lokal landen. Von einer Bäckerei, die seit fast 70 Jahren selbst backt, bis hin zum Kaffeekränzchen in einer ehemaligen Shell-Tankstelle aus den 1950er-Jahren – langweilig werden die kleinen Genussmomente in Berlin garantiert nie. Und wenn es noch ein wenig süßer werden darf, wartet mitten in Berlin-Schöneberg, nur wenige Schritte vom Winterfeldtplatz entfernt, ein ganz besonderer Ort: Winterfeldt Schokoladen, ein Schokoladenfachgeschäft mit Café in historischem Ambiente.

Das Besondere ist dabei nicht nur die riesige Auswahl an Schokolade, sondern vor allem die außergewöhnliche Location: Das Geschäft befindet sich in einer denkmalgeschützten ehemaligen Apotheke aus dem Jahr 1892 in der Goltzstraße 23 an der Ecke Pallasstraße. Gegründet wurde Winterfeldt Schokoladen 2005 von Natascha Kespy. Ursprünglich befand sich das Geschäft direkt in der Winterfeldtstraße, woher auch der heutige Name stammt. Schon bald wurden die damaligen Räumlichkeiten jedoch zu klein. Gleichzeitig entstand die Idee, das Konzept um ein Café zu erweitern. Im Juni 2009 zog Winterfeldt Schokoladen schließlich in die ehemalige Pallas-Apotheke in der Goltzstraße.
Besonders beeindruckend ist, dass es sich dabei nicht um einen modernen Laden handelt, der lediglich im Stil einer historischen Apotheke gestaltet wurde. Die originale Apothekeneinrichtung aus der Gründerzeit ist bis heute erhalten geblieben. Hohe dunkle Holzschränke, alte Regale und zahlreiche kleine Schubladen erinnern noch immer an die ursprüngliche Nutzung der Räume.
Der letzte Apotheker Werner Liebheit hatte die historische Einrichtung unter Denkmalschutz stellen lassen. Als sich kein Nachfolger für die Pallas-Apotheke fand, wurde sie 2009 geschlossen. Kurz darauf zog Winterfeldt Schokoladen ein. Wo früher Arzneimittel und Rezepturen in den Schränken und Schubladen aufbewahrt wurden, finden sich heute Schokoladentafeln, Pralinen und andere süße Spezialitäten. Die historische Kulisse ist also keine nachträglich geschaffene Vintage-Dekoration, sondern stammt tatsächlich aus einer Apotheke des 19. Jahrhunderts.

Auch das Schokoladensortiment ist außergewöhnlich groß. Winterfeldt Schokoladen bezeichnet sein Angebot als das breiteste Schokoladensortiment Berlins. Berichtet wird von mehr als 1.000 verschiedenen Schokoladensorten und rund 65 Marken. Im Mittelpunkt stehen hochwertige Schokoladen verschiedener Manufakturen und Bean-to-Bar-Produzenten.
Zum Sortiment gehören beziehungsweise gehörten unter anderem Schokoladen aus Frankreich, Italien und Spanien. Neben klassischen Sorten finden sich auch ausgefallenere Geschmackskombinationen, beispielsweise mit rosa Pfeffer, Salz oder Walnüssen. Statt von „handgemachter Schokolade“ zu sprechen, ist es daher präziser, die enorme Auswahl an hochwertigen Schokoladen verschiedener Produzenten hervorzuheben.
Winterfeldt Schokoladen ist außerdem ein Café. Besucher können sich zwischen den historischen Apothekenschränken niederlassen und neben Kaffee und frischem Kuchen verschiedene Trinkschokoladen genießen. Gerade in der kalten Jahreszeit passt das perfekt zur besonderen Atmosphäre des Ortes. In der Vergangenheit wurden beispielsweise Varianten wie Honig-Zimt, Chili und Edel-Mandel angeboten. Da sich das Angebot ändern kann, sollten diese Geschmacksrichtungen allerdings nicht als aktuell verfügbare Sorten dargestellt werden, ohne sie vorher zu überprüfen.