
Im Landkreis Oberhavel im Norden Brandenburgs, etwa 50 Kilometer nördlich von Berlin, liegt dieses kleine grüne Fleckchen mit nur rund 200 Einwohnern. Liebenberg befindet sich in der Granseer Platte und ist umgeben von Seen, Wäldern und weitgehend unberührter Natur.
Der Liebenberger See zählt zu den größten Gewässern des Ortsteils und ist Teil der glazial geprägten Seenlandschaft Nordbrandenburgs. Er entstand durch abschmelzende Gletscher am Ende der letzten Eiszeit – deshalb ist seine Form natürlich gewachsen und eher langgezogen statt künstlich angelegt. Der See ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch ökologisch wertvoll: Er bietet Brutplätze für Wasservögel wie Haubentaucher, Reiher und Enten, Lebensraum für Amphibien wie Frösche und Molche sowie ein wichtiges Rückzugsgebiet für Fische und Wasserinsekten. Zudem ist er Teil einer besonders schützenswerten Kulturlandschaft im Löwenberger Land, geprägt von geringer industrieller Bebauung, viel ursprünglicher Natur, hoher Biodiversität und einem bedeutenden Einfluss auf das lokale Mikroklima.
Besonders faszinierend ist die Halbinsel im See, die ihn historisch einzigartig macht. Hier befindet sich ein Burgstall – der Standort der ehemaligen Burg Liebenberg, von der heute vor allem Erdwälle, Gräben und Fundamentreste erhalten sind.

Was den Ort zusätzlich besonders macht, ist das Schloss & Gut Liebenberg, auf dessen Gelände zur Weihnachtszeit der traditionsreichste Weihnachtsmarkt Brandenburgs stattfindet. Das historische Schloss und ehemalige Gutshaus zählt zu den bedeutendsten Adelssitzen Nordbrandenburgs und steht heute als denkmalgeschütztes Ensemble unter Schutz — bestehend aus dem Schlossgebäude, dem Gutshof, dem Landschaftspark, den Parkanlagen sowie weiteren historischen Bauten.
Fun Fact: Der Name „Liebenberg“ bedeutet in etwa „Dorf am lieben Berg“ — ein typisch mittelalterlicher Ortsname, der einen besonders schönen oder begehrenswerten Platz beschreiben sollte.