Mit den ersten warmen Tagen nimmt auch die Reiselust wieder Fahrt auf: Täglich werden Flüge gebucht, und vielleicht habt ihr euch sogar eines der aktuellen Schnäppchen gesichert – etwa die Ryanair-Deals mit Tickets ab 14,99 € nach Mailand. Wer allerdings genau heute abheben wollte, ob für einen entspannten Trip nach Italien, ein anderes Reiseziel oder ein wichtiges Meeting, bleibt wohl oder übel in Berlin. Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) wird am Mittwoch, den 18. März, ganztägig bestreikt. Der Ausstand begann am frühen Morgen um 5 Uhr und dauert bis 23:59 Uhr an. In diesem Zeitraum kommt der komplette Flugbetrieb zum Erliegen, es können weder Flugzeuge starten noch landen.

Insgesamt müssen rund 445 geplante Flüge gestrichen werden, wodurch etwa 57.000 Passagiere betroffen sind. Viele Reisende wurden bereits im Vorfeld von ihren Airlines informiert und sind daher gar nicht erst am Flughafen erschienen. Entsprechend leer bleiben die Terminals an diesem Tag, während zahlreiche Flüge umgebucht oder alternative Reisemöglichkeiten angeboten wurden.
Zum Warnstreik aufgerufen hat die Gewerkschaft ver.di. Rund 2.000 Beschäftigte der Flughafengesellschaft beteiligen sich daran – darunter Mitarbeitende der Feuerwehr, der Verkehrsleitung sowie des Terminalmanagements. Da diese zentralen Bereiche für den Betrieb unverzichtbar sind, kann der Flughafen den Flugbetrieb nicht aufrechterhalten.

Hintergrund des Streiks sind laufende Tarifverhandlungen. Die Arbeitgeber hatten zuletzt eine schrittweise Lohnerhöhung von ein bis 1,5 Prozent pro Jahr bis 2028 angeboten, was die Gewerkschaft ver.di jedoch als unzureichend ablehnt. Stattdessen fordert sie eine Lohnerhöhung von sechs Prozent und kritisiert das Angebot als mangelnde Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten. Die Flughafengesellschaft wiederum bezeichnet das Ausmaß des Streiks als unverhältnismäßig. Eine nächste Verhandlungsrunde ist für den 25. März 2026 angesetzt, bei der eine Einigung erzielt werden soll.
Betroffene Reisende werden dazu aufgefordert, sich direkt bei ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reiseveranstalter über Umbuchungen und alternative Optionen zu informieren. Bereits in den Wochen zuvor kam es im Luftverkehr mehrfach zu Streiks und Ausfällen – unter anderem bei Lufthansa im Februar sowie an mehreren Flughäfen in Belgien Mitte März.