Sportlich geht es in Berlin allemal! Besonders zu den bevorstehenden Herbstferien erwartet Schüler:innen ein tolles Angebot: 2.420 kostenlose Plätze für fünftägige Schwimm-Intensivkurse. Doch wer nicht nur selbst aktiv werden, sondern auch einen Blick in die bewegte Geschichte des Berliner Sports werfen möchte, kann dabei so einiges entdecken. Denn schon zu DDR-Zeiten spielte der Leistungssport in der Hauptstadt eine bedeutende Rolle. Ein eindrucksvolles Zeugnis davon ist das Sportforum Berlin in Alt-Hohenschönhausen, eine der wichtigsten Sportanlagen der Stadt. Der rund 45 bis 50 Hektar große Komplex wurde während der DDR-Zeit zu einem zentralen Standort des staatlich organisierten Leistungssports ausgebaut und blickt heute auf eine jahrzehntelange Geschichte voller sportlicher Höchstleistungen zurück.

Hier wurden Athletinnen und Athleten auf nationale und internationale Wettkämpfe vorbereitet, darunter Olympische Spiele und Weltmeisterschaften. Die Ursprünge des Sportforums Berlin reichen in die frühen 1950er-Jahre zurück. Bereits 1951 beschloss die DDR-Regierung, mehrere große Sportanlagen für die Förderung des Nachwuchssports zu errichten. Zwei Jahre später, 1953, wurde ein Architekturwettbewerb für das geplante Sportforum in Hohenschönhausen ausgeschrieben. Den Wettbewerb gewann ein Projektierungskollektiv unter der Leitung des Architekten Walter Schmidt.
Ab 1954 entstand am Weißenseer Weg ein weitläufiger Komplex aus Trainings- und Wettkampfanlagen, der in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich erweitert wurde. Zu den wichtigsten Bauwerken gehörte die Dynamo-Sporthalle, die 1958 fertiggestellt wurde. Weitere Sportstätten folgten bis in die 1960er- und frühen 1970er-Jahre. Eine wichtige historische Besonderheit ist die Beteiligung der Staatssicherheit. Laut Berliner Denkmaldatenbank waren sowohl das Ministerium des Innern als auch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR als Bauherren an der Anlage beteiligt. Die Stasi war somit tatsächlich in die Entstehung des Sportforums eingebunden. Allerdings lässt sich daraus nicht ableiten, dass sie allein 1953 den Bau beschlossen hätte.

Während der DDR-Zeit entwickelte sich das Sportforum zu einem der wichtigsten Zentren des staatlich organisierten Leistungssports. Auf dem weitläufigen Gelände trainierten Sportlerinnen und Sportler, die auf nationale Meisterschaften, internationale Wettbewerbe und Olympische Spiele vorbereitet wurden. Eng verbunden war das Sportforum mit der Sportvereinigung Dynamo, der Sportorganisation der DDR-Sicherheitsorgane. Die Anlage bot die Voraussetzungen, um unterschiedliche Sportarten an einem zentralen Standort zu fördern und junge Talente systematisch auszubilden. Das Sportforum war damit nicht nur eine Ansammlung von Sporthallen und Trainingsplätzen, sondern ein wesentlicher Bestandteil der DDR-Sportförderung. Hier wurden sportliche Karrieren vorbereitet, Nachwuchsathleten ausgebildet und internationale Erfolge angestrebt.
Mit einer Fläche von rund 45 Hektar ist das Sportforum Berlin nach dem Olympiapark die zweitgrößte Sportanlage der Hauptstadt. Das Gelände umfasst etwa 35 unterschiedliche Sportstätten, die für den Leistungs-, Nachwuchs- und Breitensport genutzt werden.
Dazu gehören mehrere Eissporthallen, Turnhallen, ein Fußballstadion und Trainingsanlagen für Leichtathletik, Handball, Volleyball, Judo, Fechten, Bogenschießen und weitere Sportarten. Ergänzt werden die Einrichtungen durch sportmedizinische und physiotherapeutische Angebote.
Die Anlage ist damit nicht auf eine einzige Sportart spezialisiert, sondern vereint zahlreiche Disziplinen an einem Standort. Gerade diese Vielfalt macht sie für die Ausbildung von Nachwuchstalenten und die Betreuung professioneller Sportler besonders bedeutend.