
Direkt zwischen Dahme und Spree liegt die Schlossinsel Köpenick, die über eine Brücke mit der historischen Altstadt Köpenick verbunden ist. An der Stelle des heutigen barocken Schlosses befand sich im Mittelalter eine slawische Burganlage. Das Schloss selbst entstand zwischen 1677 und 1690 im Auftrag von Kurfürst Friedrich III. (später König Friedrich I. in Preußen) und diente als Jagdschloss sowie als Residenz. Heute gilt es als das einzige vollständig erhaltene Barockschloss Berlins. Im Inneren befindet sich das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin mit Möbeln, Porzellan, Kunsthandwerk und eindrucksvollen Rauminszenierungen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.
Die Insel ist von einem idyllischen Schlosspark umgeben. Ursprünglich barock angelegt, wurde dieser später landschaftlich umgestaltet. Dank seiner Lage direkt am Wasser ist der Park besonders beliebt für Spaziergänge und Hochzeitsfotos. Die Kombination aus Wasser, Park, Schloss und Altstadt verleiht dem Ort eine besondere Atmosphäre. Direkt angrenzend befindet sich die historische Altstadt Köpenick mit dem Rathaus Köpenick – bekannt durch die Geschichte vom „Hauptmann von Köpenick“ –, gemütlichen Cafés und Restaurants am Wasser sowie Bootsanlegern für Ausflugsfahrten auf Dahme und Spree.
Vom Berliner Zentrum aus ist die Schlossinsel gut erreichbar: Mit der S-Bahn (S3) bis Köpenick dauert die Fahrt etwa 30 bis 35 Minuten, mit dem Auto – je nach Verkehr – rund 35 bis 45 Minuten. Vor Ort fühlt man sich fast wie in einer kleinen eigenen Stadt: viel Wasser, viel Grün und deutlich ruhiger als im Zentrum.
