Die Nacht der Nächte für Kunst- und Kulturinteressierte steht wieder bevor. Natürlich gibt es in Berlin das ganze Jahr über spannende Ausstellungen zu entdecken, doch in dieser einen Nacht sind die Einblicke, die ihr in die Museen der Stadt bekommt, ganz besonders. Die Lange Nacht der Museen Berlin findet 2026 am Samstag, den 29. August, von 18 Uhr bis 2 Uhr nachts statt. In diesem Jahr steht die gesamte Veranstaltung unter dem Motto „Crime in Berlin“. Mit nur einem Ticket könnt ihr eine Nacht lang 75 Museen und rund 750 Veranstaltungen erleben – und dabei die kriminellen, mysteriösen und düsteren Seiten der Hauptstadt entdecken.

Bei der Langen Nacht der Museen öffnen nicht nur klassische Museen ihre Türen. Auch Ausstellungshäuser, Gedenkstätten, Planetarien und besondere Berliner Kulturorte beteiligen sich an der Veranstaltung. Neben den regulären Ausstellungen erwartet die Besucher ein umfangreiches Sonderprogramm mit Expressführungen, Workshops, Konzerten, Lesungen, Künstlergesprächen, Performances und DJ-Sets. Insgesamt verteilen sich an diesem Abend rund 750 Veranstaltungen auf 75 Museen und Kulturorte.
Das Motto „Crime in Berlin“ zieht sich 2026 durch einen großen Teil des Programms. Dabei können sich Besucher mit echten historischen Kriminalfällen, Polizeiarbeit, Spionage, Gefängnissen, Fälschungen und Verbrechen aus unterschiedlichen Epochen der Berliner Geschichte beschäftigen. Das Thema wird allerdings nicht nur historisch aufgearbeitet, sondern auch spielerisch interpretiert. So stehen unter anderem Crime-Karaoke, Musik, Performances und verschiedene Mitmachangebote auf dem Programm.
Besonders spannend ist die große Bandbreite der behandelten Kriminalfälle und Themen. In der Polizeihistorischen Sammlung dreht sich beispielsweise eine szenische Lesung um die Jagd nach einem Serienmörder und die Arbeit des berühmten Berliner Kriminalisten Ernst Gennat, der die moderne Mordermittlung in Berlin entscheidend mitprägte. Im DDR Museum beschäftigt sich das Programm mit Kriminalität und Polizeiarbeit in der DDR. Besucher können an einem Ermittlungsquiz teilnehmen und mehr über Themen wie verbotene Literatur und West-Jeans erfahren. Um 23 Uhr wird außerdem der DEFA-Kriminalfilm Vernehmung der Zeugen aus dem Jahr 1987 gezeigt.Das Futurium richtet den Blick dagegen auf die Zukunft der Verbrechensbekämpfung. Hier geht es unter anderem um IT-Forensik und zukünftige Ermittlungstechnologien sowie um die Frage, ob es eines Tages möglich sein könnte, Kriminalität vorherzusagen.

Einige Programmpunkte führen noch wesentlich weiter in die Vergangenheit zurück. Im PETRI Berlin geht es um drei männliche Skelette, die Archäologen bei Ausgrabungen am Petriplatz entdeckten. Untersuchungen zeigten, dass die drei Männer gewaltsam ums Leben gekommen waren. Familien können dort außerdem spielerisch mehr über Münzfälschung erfahren und bei einer Live-Restaurierung beobachten, wie mittelalterliche Keramik wieder zusammengesetzt wird.
Das Motto „Crime in Berlin“ beschränkt sich jedoch nicht auf Mordfälle, Polizei und historische Verbrechen. Auch die Kunstwelt wird zum Tatort. In der Akademie der Künste am Pariser Platz geht es beispielsweise um Verbrechen, die in Kunstwerken dargestellt wurden, aber auch um Kunstwerke, die selbst zum Ziel von Verbrechen wurden. Im Rahmen der Veranstaltung werden sogar Bereiche wie das unterirdische Depot der Kunstsammlung zugänglich gemacht.
Für die gesamte Lange Nacht benötigt man nur ein Ticket. Der reguläre Eintritt kostet 23 Euro, während das ermäßigte Ticket für 17 Euro erhältlich ist. Kinder bis einschließlich zwölf Jahre können kostenlos teilnehmen, benötigen jedoch ein kostenloses Kinderticket. Das Ticket ermöglicht den Zugang zu allen teilnehmenden Häusern und umfasst außerdem das besondere Shuttle-Angebot der Langen Nacht.