Nur einen Steinwurf von Potsdam entfernt, verbirgt sich im idyllischen Caputh ein echtes Stück Weltgeschichte. Das Einsteinhaus ist das perfekte Ziel für alle Berlinerinnen und Berliner, die Natur, Kultur und eine frische Brise miteinander verbinden wollen.
Denn auch Einstein wusste, dass sich Berliner Sommer am besten am Wasser aushalten lässt! (Wenn ihr wie Einstein die Welt auf den Kopf stellen wollt, warum schaut ihr auf dem Weg nach Caputh nicht bei IKONO vorbei?)
Einsteins hölzernes Refugium in Caputh

„Das Segelschiffchen, die weite Aussicht, die einsamen Herbstspaziergänge, die relative Ruhe, es ist ein Paradies.“ So schwärmte Albert Einstein über sein Sommerhaus, das er 1929 von dem jungen Architekten Konrad Wachsmann entwerfen ließ. Das Gebäude ist ein schlichter Holzbau aus amerikanischem Redwood, der sich perfekt in die bewaldete Umgebung einfügt.
Viel Zeit blieb dem Nobelpreisträger in seinem Paradies jedoch nicht. Von 1929 bis 1932 verbrachte er hier mit seiner Frau Elsa die Sommermonate. Er segelte auf den Seen, entspannte sich und forschte mit dem Assistenten Walther Mayer an der Einheitliche Feldtheorie (a.k.a. die Weltformel).
Dazu empfing er berühmte Gäste der Intellektuellen-Szene, u.a. Max Born, Otto Hahn, Gerhart Hauptmann, Käthe Kollwitz, Max Liebermann, Heinrich Mann, Erwin Schrödinger, Max Planck.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 kehrte Einstein von einer Auslandsreise nicht mehr nach Deutschland zurück. Das Haus wurde enteignet und erlebte eine wechselhafte Geschichte, bevor es restauriert wurde.
Was es im Einsteinaus heute zu sehen gibt

Heute wird das Einsteinhaus vom Einstein Forum als Begegnungsstätte und Museum betrieben. Zwar ist das Haus nicht mehr mit dem originalen Mobiliar ausgestattet, doch gerade diese Leere lässt die besondere Architektur und den Geist des Ortes wirken.
- Die Ausstellung: Im angrenzenden Bürgerhaus Caputh gibt es eine ständige Ausstellung („Einsteins Sommer-Idyll“), die tiefe Einblicke in sein Leben in Caputh und seine geliebten Segelausflüge gibt.
- Besichtigung: Das Haus selbst kann im Rahmen von Führungen (am Wochenende) besichtigt werden. Hier spürt man noch immer die gleiche Ruhe, die das Genie einst suchte.
Caputh und der Templiner See: Natur pur

Der Ausflug lohnt sich nicht nur für Physik-Fans. Caputh ist ein charmantes Dorf, das sich malerisch zwischen den Templiner See und den Schwielowsee schmiegt.
- Ans Wasser: Der Templiner See lädt zu ausgedehnten Spaziergängen entlang der Uferpromenade ein. Wer es Einstein gleichtun will, leiht sich ein Boot (ob Segelboot oder Stand-up-Paddling-Board) und erkundet die Havelseen vom Wasser aus.
- Schloss Caputh: Nur wenige Gehminuten vom Wasser entfernt liegt das frühbarocke Schloss Caputh mit seinem wunderschönen Schlosspark.
- Die Seilfähre: Ein echtes Highlight ist die historische Handseilfähre „Tussy“, die Fußgänger und Radfahrer gemütlich über das Caputher Gemünd bringt.
Entspannte nach Caputh Anfahrt aus Berlin
Der Weg ins Grüne ist erfreulich unkompliziert:
- Mit der Bahn: Von Berlin aus kommt ihr bequem mit der S-Bahn oder dem RE bis Potsdam Hauptbahnhof. Von dort bringt dich der Regionalzug (RB33) oder der Bus 607 in knapp 20 Minuten direkt nach Caputh.
- Mit dem Fahrrad: Für die Sportlichen unter uns ist die Anreise mit dem Rad über den Europaradweg R1 von Berlin über Potsdam bis nach Caputh eine absolute Traumroute durch die Natur.