Versteckt über einem Supermarkt an der Skalitzer Straße 135A befindet sich eine Sammlung, die den Sound der Pop-Geschichte prägt. Im Synthesizer-Museum am Kottbusser Tor stehen die originalen Instrumente, deren Klänge durch Welthits von Madonna, Kraftwerk oder Depeche Mode bekannt wurden. Das Besondere an der Einrichtung, die meisten der über 50 seltenen, analogen Vintage-Synthesizer dürfen von den Gästen selbst angespielt werden.
Musikgeschichte statt Vitrinen im Synthesizer-Museum
Gründer Michael Soltau macht mit seinem Raum Musikgeschichte erlebbar und bricht bewusst mit dem Konzept klassischer Ausstellungen hinter Glas. Besucher spielen hier unter anderem auf einem Korg M1 – genau dem Synthesizer, dessen Piano-Preset Madonnas Hit „Vogue“ prägte.
Direkt daneben reihen sich Modelle der Hersteller Moog und Roland aneinander, mit denen Bands wie Kraftwerk und Depeche Mode den Sound der 1980er Jahre formten. Auch der legendäre Yamaha CS-80, der den Soundtrack des Films Blade Runner berühmt machte, bereichert die Sammlung.
Eine teure Ausnahme

Eine strikte Ausnahme vom interaktiven Konzept vom Synthesizer-Museum bildet ein spezieller Synthesizer aus dem Besitz von Bruce Springsteen, den er auch für das Album „Born in the U.S.A.“ nutzte. Da das physische Originalgerät heute rund 60.000 Euro wert ist, können Sie es leider nur aus der Ferne betrachten. Schade, wir hätten es gerne mal getestet!
Alle anderen Klangerzeuger können die Besucherinnen und Besucher für eigene Sessions nutzen. Für zwölf Euro spielen Interessierte zwei Stunden lang auf den historischen Tastaturen. Ihre entstandenen Tracks zeichnen Sie dabei direkt am Pult auf einem USB-Stick auf und nehmen sie mit nach Hause.