Bei einer selbstgeführten Tour folgen wir den Spuren Gerhart-Hauptmanns und des „Bahnwärter Thiels“. Der Weg führt uns durch märkischen Kiefernwälder, entlang alter Schienenstränge bis zur historischen Kirche in Neu Zittau.
Kleiner Tipp: Wenn ihr Lust auf mehr Theater-Drama á la Hauptmann habt, dann schaut doch mal bei diesem spannenden Stück vorbei, das die Zuschauerinnen und Zuschauer mit einbezieht!
Von Wilhelmshagen über Erkner nach Neu Zittau: Literarische Spurensuche in der Natur

Startet eure Tour am S-Bahnhof Wilhelmshagen (von Berlin mit dem RE1 oder der S3). Von hier aus spaziert ihr durch ein dichtes Waldstück, das sich an die Bahntrasse schmiegt, in Richtung Erkner. Das Rattern der Züge lässt die tragische Geschichte des Bahnwärters Thiel lebendig werden.
In den Jahren 1885 bis 1889 lebte der junge Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann in Erkner. Eben dort angekommen, lohnt sich ein kurzer Stopp an der historischen Villa Lassen, dem ehemaligen Wohnsitz des jungen Gerhart Hauptmann. (Derzeit für Besucher geschlossen!)
Entweder entlang der Landstraße oder am Wasser nach Neu Zittau

Die klassische Route führt südlich entlang der Neu Zittauer Straße. Dieser Weg bringt euch auf direktem Kurs zur malerischen Dorfkirche Neu Zittau, die stark mit Hauptmanns Leben und Werk verwoben ist.
Wer die Ruhe der Natur sucht, wählt stattdessen die „Wasserroute“ am Gosener Kanal. Diese Alternative führt am Ufer des Kanals entlang, bietet herrliche Ausblicke auf das Wasser und führt euch auf landschaftlich reizvollen Pfaden ebenso ans Ziel nach Neu Zittau.
Die Dorfkirche in Neu Zittau spielt eine wichtige Rolle in „Bahnwärter Thiel“!

Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die Landschaft erreicht ihr schließlich die Kirche Neu Zittau. Dieser kleine, Backstein-geprägte Bau ist eng mit der Handlung des Buches verknüpft.
Hierhin begleitete Thiel seine Frau Minna und später Lene. Die friedliche Stille des Kirchplatzes bildet einen wunderbaren Kontrast zur Dramatik der Geschichte und bietet einen perfekten Ort für eine kleine Pause, bevor es zurück geht. (Bus 423 bis S-Bahnhof Erkner)